Endlich klare Strukturen

Stadtteilschul-Neubau wächst

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Die Bauarbeiten auf dem Gelände der Stadtteilschule Niendorf an der Paul-Sorge-Straße laufen momentan zweigleisig. Denn neben dem Abriss für kommende Neubauten ist auch die nötige Sielsanierung im Gange.

 

Mit dem Ausbau zur achtzügigen Ganztagsschule mit 40 neuen Klassenräumen bis zum Schuljahr 2017/18 ist auch eine Erneuerung des Abflusssystems nötig.  700 000 Euro investiert Hamburg Schulbau dafür. Mit dem Abriss erster einstöckiger Gebäude wird zudem parallel alles für den kommenden Zu- und Ersatzbau vorbereitet, der mit 18,8 Millionen Euro finanziert wird.

„Im Laufe der Jahre waren bei uns immer wieder Erweiterungen nötig, die schließlich keine klare Struktur mehr hatten“, so Schulleiter Ingo Kangarlou. „Durch den Neubau bekommen wir eine übersichtlichere Gebäudeanordnung und auch die Gelegenheit, die Räumlichkeiten unseren pädagogischen Konzepten anzupassen.“ Das Fachhaus mit den topmodernen Naturwissenschaftsräumen, Ateliers und vorbildlicher Lehrküche ist bereits saniert. Damit verbunden werden soll künftig das Gebäude mit den Klassenzimmern, die alle über einen eigenen Gruppenraum und Differenzierungsräumen für Inklusion, Integra- tion

Und Lerngruppen verfügen. Neu gebaut werden außerdem Verwaltungstrakt, Schulhof und eine Spielzone mit Klettergerüst. Auch neue Sportplätze und eine moderne Zweifeldsporthalle sind geplant.

Mit eingebunden

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir von Anfang an in den Prozess mit eingebunden waren“, so Ingo Kangarlou. So dienten die Vorstellungen aus einer BAU-AG mit Schülern, Eltern und Lehrer als Grundlage für die Planungen. Außerdem wurde intensiv beratschlagt, in welcher Reihenfolge die Arbeiten erfolgen müssen – um den Schulalltag möglichst wenig einzuschränken. „Natürlich erfordern die Maßnahmen von uns viel Organisation und wir müssen enger zusammenrücken. Aber bisher haben wir das gemeinsam gut gemeistert“, so Kangarlou.

Zwei Jahre sind nun die Bauarbeiter an der Paul-Sorge-Straße Dauergast. Für die Kinder ist das eine faszinierende Zeit. Und sie alle sind gespannt auf das Kommende. „Wir werden zukünftig immer eine WC-Anlage für zwei Klassenräume sowie ein innovatives Lüftungskonzept haben“, zählt Ingo Kangarlou zwei der vielen Neuerungen auf. Der neue Schulhof soll parkähnlich mit kleinen Teichen gestaltet werden und die auf drei Standorte verteilten Lehrer bekommen mit einer Lounge eine übergeordnete „Heimat“. Außerdem werden die Verwaltungsbüros nicht mehr in einem lauten Durchgang, sondern in einer ruhigeren Lage unterbracht. Auch optisch wird die Stadtteilschule neue Maßstäbe setzen und mit ihrer gut sichtbaren Holz-Lamellen-Fassade das architektonische Bild Niendorfs prägen. moe

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