Als Preisträger strahlt Hans-Joachim Jürs strahlt über den Bürgerpreis Fotos: tif

Ausgezeichnetes ehrenamtliches Engagement

Dagmar Vogel (Lokstedt) und Hans-Joachim Jürs (Niendorf) mit dem Eimsbütteler Bürgerpreis geehrt

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Vier ungewöhnlich engagierte Eimsbütteler wurden mit dem Bürgerpreis geehrt. Zwei von ihnen tun in Lokstedt und Niendorf Gutes.

 

Ein kleines Jubiläum: Alljährlich zeichnet die Bezirksversammlung verdiente Eimsbüttelerinnen und Eimsbütteler mit dem Bürgerpreis aus. Nun schon zum 10. Mal. Ausgezeichnet werden Personen, die sich in besonderem Maß ehrenamtlich engagieren. Vier Urkunden und Ehrennadeln hat Mechthild Führbaum, Vorsitzende der Bezirksversammlung, diesmal verteilt, zwei davon nach Lokstedt und Niendorf.

Dreifach vorgeschlagen

Für sein Lebenswerk wurde das Niendorfer Urgestein Hans-Joachim Jürs ausgezeichnet. Gleich drei Vereine, in denen sich der 81-Jährige seit langem betätigt, hatten ihn vorgeschlagen: der Niendorfer Turn- und Sportverein (NTSV), dem er seit 1947 und dem dortigen Bauausschuss seit 1968 angehört, das Forum Kollau (der Verein für die Geschichte von Niendorf, Lokstedt und Schnelsen) sowie der Verein Pro Niendorfer Gehege, bei denen er Gründungsmitglied ist. In der Lobrede zur Preisverleihung betonte Herwyn Ehlers von Pro Niendorfer Gehege Jürs‘ unermüdlichen Einsatz für den Stadtteil.

Engagiert in Lokstedt Dagmar Vogel Foto: tif

Beispielhaft erzählte Ehlers eine Anekdote um die Bäume am Alten Niendorfer Friedhof. Die sollten 1980 der Flugsicherheit geopfert werden. Jürs wandte sich mit den Worten an den damaligen Ersten Bürgermeister von Hamburg,  Hans-Ulrich Klose: „Meine Vorfahren haben die Bäume vor 200 Jahren gepflanzt, Sie sind nur für ein paar Jahre im Amt.“ Das Ergebnis: Die Landebahn wurde um 200 Meter verkürzt, die Bäume bekamen rote Leuchten in die Kronen und waren somit gerettet.


Gegen den Hunger

Seit Jahren kümmert sich Dagmar Vogel mit dem gemeinnützigen Verein Anstoß um Bedürftige. In ihren aktiven Arbeitsjahren als Diakonin in der Lokstedter Petrus-Gemeinde fuhr sie in den Urlaubszeiten mit dem VW-Bus bis nach Syrien, in den Libanon und ins damalige Persien. In der Vizelinstraße verteilt sie nun mit ihrem Team Lebensmittel, die von der Hamburger Tafel, Lebensmittelgeschäften oder Cateringfirmen gespendet werden. Doch nicht nur das leibliche Wohl ihrer Gäste liegt Vogel am Herzen. Die 64-jährige dreifache Mutter hört sich immer auch die Sorgen ihrer Besucher an,  versucht ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bei der Lebensmittelausgabe stelle sie die Warteschlange so zusammen, dass jeder mal Erster, mal Letzter ist, betont Pastorin Annette Müller in der Festrede.


Weitere Preisträger

Weiter ausgezeichnet wurden die Eimsbütteler Andrea Garroth mit ihrem Sozialprojekt für über 100 Kinder, dem Verein Lukulule und Zaman Masudi, die mit dem Verein Frauenperspektiven in Hamburg Migrantinnen unterstützt.  tif

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