Ralf Günther vom Kleingartenverein Kunterbunt verlangt von Stromnetz Hamburg die Reparatur der Stromanschlusssäule Foto: tif

Wem gehört denn jetzt der Stromanschluss?

Stromnetz Hamburg und ein Gartenverein streiten

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Der Vereinsvorsitzende glaubt, dass die Säule auf öffentlichem Grund steht. Der Netzbetreiber hält sie für Vereinseigentum.

 

Der Kleingartenverein Kunterbunt am Garstedter Weg steht womöglich bald ohne Strom da, denn niemand fühlt sich für die defekte Hausanschlusssäule zuständig. Der steinerne Kasten enthält den Stromzähler für das Vereinshaus, steht möglicherweise auf öffentlichem Weg und trägt noch einen HEW-Schriftzug. Dem Kasten fehlt ein Türschloss, er ist an einigen Stellen beschädigt und notdürftig mit Klebeband umwickelt. „Ich hatte einen Elektriker hier“, berichtet Ralf Günther, der Vorsitzende des Gartenvereins. „Der sagt mir, er fasse das nicht an.“ Zu unsicher ist die rechtliche Situation, wenn jemand privat an öffentlichen Stromeinrichtungen schraubt. Der Zähler müsste ausgebaut werden, um die Säule ersetzen oder reparieren zu können.

Projektleiterin Yvonne Kneese vom Stromnetz Hamburg sieht die Lage anders: „Die Säule steht auf Vereinsgelände und gehört dem Gartenverein. Das können wir Herrn Günther auch versichern.“ Der Gartenverein wird nun ein zweites Schreiben mit einer Fristsetzung bekommen. Kneese schlägt vor, die Säule auf die andere Seite des Vereinszauns zu versetzen. „Unsere Leute würden dann einen neuen Kasten bestellen und die Verkabelung übernehmen.“ Die Kosten würde der Verein tragen müssen. Falls Günther das Angebot nicht annimmt, und die Frist verstreichen lässt, wird der Anschluss vom Strom getrennt. „Da geht Personenschutz vor Gebäudeschutz“, bekräftigt Kneese. tif

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