Am Tag der offenen Moschee durften ausnahmsweise sogar Männer in den Gebetsraum der Frauen

Tag der offenen Moschee in Schnelsen

Die Baitur-Rasheed-Moschee stand offen zum Kennen lernen, besichtigen und diskutieren

Archiv| Views: 228

Am vergangenen Sonnabend gab es nicht nur den Tag der Deutschen Einheit zu feiern, seit einigen Jahren laden auch die muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland zum Tag der offenen Moschee ein.

 

In der Schnelsener Baitur-Rasheed-Moschee waren bis zum späten Nachmittag rund 350 Gäste zum einander kennen lernen und diskutieren erschienen. Bis zu 500 sollten es bis zum Abend noch werden, schätzte der Sprecher der veranstaltenden Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde, Asif Malik.

Die weltweit Größte

Die Reformgemeinde wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Indien gegründet und stellt mit ihren mehr als zehn Millionen Mitgliedern weltweit die größte Gemeinschaft unter den organisierten Muslimen dar. In der islamischen Welt ist sie dennoch eine Minderheit und nicht von allen Muslimen anerkannt.

Bestimmendes Thema in den Diskussionen war in diesem Jahr der Islamismus. „Wir stellen uns klar gegen Salafisten“, betonte Malik. „Wenn wir uns Salafisten auf der einen Seite des Spektrums im Islam vorstellen, sind wir genau auf der anderen Seite.“

Asif Malik, der Sprecher der Schnelsener islamischen Gemeinde, brachte im lockeren Gespräch Interessierten seine Religion nahe Fotos: tif

Selbst die Gebetsräume waren an diesem Tag auch für Nichtmuslime geöffnet. Die Gemeinde hatte sogar zu öffentlichen Gebeten eingeladen und ausnahmsweise durften auch Männer den Gebetssaal der Frauen betreten. Kinder konnten auf den Teppichen toben und für alle gab es Leckeres zu essen und zu trinken. Das Motto der Reformgemeinde prägte schon früh einer der ersten Oberhäupter auf die Frage, was den Islam ausmache: „Liebe für alle, Hass für keinen.“ tif

Comments are closed.