Die Hamburger Berufsfeuerwehr soll eine neue Feuerwache in Schnelsen bekommen Foto: pixelio.de/Ingo Büsing

Schnell am Deckel

Rot-grüne Bürgerschaftsfraktionen fordern neue Feuerwache in Schnelsen

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Eine Tunnelwache im Süden gibt es bereits am nördlichen Ausgang des Elbtunnels. Sie könnte erweitert werden. Zusätzlich soll eine weitere Wache an der A 7-Auffahrt Volkspark gebaut werden. Die größte der drei Berufsfeuerwehrwachen soll an der Auffahrt Schnelsen entstehen. Sie soll sowohl für die Tunnel als auch für den Nordwesten Hamburgs zuständig sein.


Allein 15 Millionen müsste  für den Bau der sogenannten Nordwache in die Hand genommen werden. Hinzu kämen die Personalkosten für insgesamt knapp 110 neue Einsatzkräfte, die mit etwa sechs Millionen Euro im Jahr zu Buche schlagen.


Eine mehr als sinnvolle Investition, ist sich Daniel Dahlke sicher. Der Sprecher des Hamburger Berufsverbands der Feuerwehr fordert schon seit Jahren eine bessere Brandschutzversorgung in Schnelsen und Niendorf.

Wie berichtet, kann in beiden Stadtteilen die eigene Schutzzielvorgabe der Hamburger Berufsfeuerwehr, innerhalb von acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort eingetroffen zu sein, nicht eingehalten werden. „Ich freue mich daher, dass, nach den jahrelangen Diskussionen, für unsere Stadtteile nun endlich etwas bewegt werden kann“, so Dahlke. Besonders wichtig sei es, die Schnelsener Groß-Wache unter modernsten Gesundheitsaspekten zu bauen, da Feuerwehrleute laut einer Studie einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt seien. Außerdem sei es sinnvoll, ein bis zwei Rettungswagen an der neuen Großfeuerwache zu stationieren, meint Dahlke.

Daniel Dahlke begrüßt die rot-garünen Forderungen Foto: cs

Daniel Dahlke begrüßt die rot-garünen Forderungen Foto: cs

Daniel Dahlke begrüßt die rot-garünen Forderungen Foto: cs

Der Einbau einer automatischen Löschanlage, wie sie zahlreiche Hamburger Brandschutz- experten für die kommenden Autobahntunnel in Schnelsen, Stellingen und Bahrenfeld gefordert hatten, sei indes vom Tisch, berichtet Dahlke. Immerhin seien knapp 90 Prozent aller Einsätze keine Brände im eigentlichen Sinn, sondern Hilfeleistungen und Aufräumarbeiten etwa nach Verkehrsunfällen. cs


Info: Sitzung der Hamburger Bürgerschaft, 1.10., 15 Uhr, Plenarsaal, Rathausmarkt 1. Wer dabei sein möchte, meldet sich per E-Mail oeffentlichkeitsservice@bk.hamburg.de oder telefonisch unter 428 312 409 an.

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