Im Oktober soll die Unterkunft auf dem Parkplatz am Tibarg bezugsfertig sein Foto: mf

Überwältigende Hilfsbereitschaft

Wir für Niendorf informierte über alle Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements für die Flüchtlinge im Stadtteil

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Voraussichtlich ab Oktober soll der frühere P+R-Platz Niendorf Markt in Wohncontainern 91 Flüchtlinge beherbergen.

 

Rund 240 Niendorfer kamen am Mittwoch in der vergangenen Woche in die Verheißungskirche, um sich über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. 170 Ehrenamtliche sind bereits in der Zentralen Erstaufnahmestelle (ZEA) Niendorfer Straße aktiv, weitere 100 Menschen helfen sporadisch. „Das ist die höchste Quote von Einwohnern pro Bewohner – Niendorf toppt alles!“ freute sich Pastorin Maren Gottsmann von der Initiative Wir für Niendorf. Wie sonst nur zu Weihnachten fanden viele Interessierte keinen Platz in der vollen Kirche. Anders als die ZEA wird es in der Folgeunterkunft am Tibarg ein „Wohnen ohne Schranken geben“. Die Bewohner haben ihre eigenen Küchen, die Kinder werden nach Möglichkeiten Kindergärten und Schulen im Stadtteil besuchen und werden eventuell einige Jahre in Niendorf verbringen: „Die Menschen können hier Wurzeln schlagen, deshalb möchten wir Hilfe zur Selbsthilfe geben und die Integration in den Stadtteil fördern“, so Nina Schrader von Wir für Niendorf. Helfen könne man in den schon aktiven Gruppen der ZEA in der Kleiderkammer, beim Deutschunterricht, mit der Begleitung zu Behörden, Ärzten oder Ausflügen, in der Organisation von Treffpunkten und Kinderbetreuung. Dies sei teilweise zeitaufwändig und erfordere Kontinuität, wie Gottsmann und Schrader betonten. Ehrenamtliche müssen ein Führungszeugnis vorlegen und eine Freiwilligenvereinbarung mit dem Träger der Unterkunft fördern und wohnen abschließen.

Hilfsbereite Niendorfer drängten sich in der Verheißungskirche Foto: mf

Alle Helfer sind versichert, es sind keinerlei Impfungen notwendig. Die Initiative Wir für Niendorf setzt sich aus vielfältigen Konfessionen und politischen Meinungen zusammen. „Wir sind bunt. Das ist ein großer Schatz“, findet Gottsmann und fährt fort: „Hilfe ist relativ. Wer keine Zeit hat, kann helfen, indem er gegen Rassismus aufsteht. Irgendwann wäre es interessant, darüber nachzudenken, ob es Zusammenhänge gibt zwischen unserem Reichtum und der weltweiten Not.“  mf

 

Ausführliche Informationen zur ehrenamtlichen Mitarbeit gibt es im Internet unter www.kirche-in-niendorf.de. 

Für weitere Fragen stehen Pastorin Maren Gottsmann und Nina
Schrader von Wir für Niendorf unter fluechtlingsarbeit@kirche-in-niendorf.de
und unter Tel.: 320 91 868 zur Verfügung. Für Kleiderspenden gilt bis auf
weiteres Annahmestopp. Wer die Flüchtlingsarbeit finanziell unterstützen
möchte, kann spenden auf das Konto der Kirchengemeinde Niendorf, Hamburger
Sparkasse,
IBAN DE 41 2005 0550 1112 211964
BIC HASP DE HH XXX
Stichwort: Flüchtlingsarbeit

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