Auf der Straße leben Erdkröten gefährlich. Deshalb tragen die Nabu-Aktiven sie in Fangeimern zu den Laichgewässern Foto: Nabu/Jonathan Fieber

Krötenwanderung zog sich lange hin

Nabu veröffentlicht Bilanz seiner diesjährigen Amphibienaktion

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Viel Arbeit hatte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) dieses Frühjahr mit seinen Amphibienzäunen in Niendorf und Schnelsen, denn die Wanderung der Tiere zog sich lange Wochen hin.

 

Grund: die ungünstige Witterung, die die Mitte März einsetzende Wanderung zu den Laichgewässern stark behinderte. Dieter Siebeneicher von der Nabu-Bezirksgruppe: „Die Tiere wurden mehrmals durch Kälteeinbrüche aufgehalten. Für eine kontinuierliche Amphibienwanderung fehlte eine mehrtägige durchgängige warme Regenperiode.“

Bei den beiden Fangzäunen im Niendorfer Gehege sind die Funddaten deutlich geringer als 2014. Bei Fröschen und Teichmolchen gingen die Zahlen teilweise um die Hälfte zurück. An der Grenze Schnelsen/Bönningstedt hat sich das Vorjahresergebnis an Erdkrötenfunden wieder eingestellt.

Dort fand der letzte Wanderungsschub erst vom 10. bis 12. April statt. Da die Fangeimer sehr voll wurden, mussten sie zweimal am Tag geleert werden. Die Fangzäune mussten dann Mitte April schnellstens abgebaut werden, um die rückwandernden Kröten nicht zu gefährden.

Zufrieden ist der Nabu mit der guten ehrenamtlichen Beteiligung: mehr als 30 Personen machten diesmal mit und trugen die Amphibien über die für sie lebensgefährlichen Straßen. Dieter Siebeneicher: „Es ist erfreulich, wie viele Menschen sich bei uns im Amphibienschutz einsetzen!“ bk

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