Hilfe aus Niendorf Purushottam Pande will das nepalesische Dorf Jausigaun nach dem verheerenden Erdbeben wieder aufbauen Foto: cs

Aufbauhilfe für Nepal

Spender und ehrenamtliche Helfer dringend gesucht

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Als in Nepal am 25. April dieses Jahres die Erde bebte und Millionen Menschen obdachlos machte und mehr als 10 000 in den Tod riss, befand sich Purushottam Pande in Sicherheit, in seinen eigenen vier Wänden im beschaulichen Niendorf. Zum Glück.

 

Erst wenige Tage zuvor waren er und seine Familie von einer Reise in die alte Heimat zurückgekehrt. Die Leiden seiner Bevölkerung ließen ihm dennoch seither keine Ruhe. Er wollte etwas tun, zumindest einen kleinen Teil beitragen. „In einer schlaflosen Nacht kam mir die Idee, ein Dorf zu adoptieren“, berichtet er im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt.

In dem Dorf Jausigaun, 25 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Katmandu, ist kein einziges der insgesamt 96 Häuser mehr bewohnbar. Und auch die kleine Dorfschule liegt in Schutt und Asche. „Einige Häuser sind komplett in sich zusammengefallen. Andere haben tiefe Risse, so dass sie nicht mehr sicher sind“, sagt Pande, der dort selbst Ländereien besitzt.

Der 73-Jährige hat ein Konzept zum Wiederaufbau des Dorfes entwickelt, das auf Hilfe zur Selbsthilfe, erdbebensicherer Bauweise und gesunder nachhaltiger Bio-Landwirtschaft beruht. Für die Realisierung hat er den Verein Naulo Bato – „Neue Wege für Nepal“ – ins Leben gerufen, der inzwischen 25 Mitglieder zählt, und Spenden von mehr als 12.000 Euro eingeworben. „Das ist wirklich eine tolle Summe. Aber sie reicht bei weitem noch nicht aus“, so der gebürtige Nepalese, der 1973 als Sprachlehrer nach Deutschland kam. Im Oktober reist er mit seiner Frau nach Nepal, um das Vorhaben zu planen und die Arbeiten in Angriff zu nehmen. Im November kommt eine Gruppe deutscher Ingenieure hinterher, die ihr Expertenwissen unentgeltlich zur Verfügung stellen und die Menschen vor Ort beim Bau anleiten.

Für die erfolgreiche Umsetzung des ehrgeizigen Projekts ist der Verein Naulo Bato dringend auf weitere Spenden angewiesen. Außerdem werden Experten aus den Bereichen Bio-Landwirtschaft, Trinkwasser-Aufbereitung, Aufforstung und Ernährungswissenschaft gesucht, die den Wiederaufbau von Jausigaun vor Ort unterstützen. Näheres erfahren Interessierte bei Pande unter 57002957 oder auf der Seite www.naulo-bato.de. cs

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