Konstantin von Laffert Foto: Bundeszahnärztekammer

Ein logischer Schritt

Niendorfer ist Präsident der Hamburger Zahnärzte

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Schon 1999 setzte der Niendorfer Zahnarzt Konstantin von Laffert in seiner Branche ein Ausrufezeichen. Denn mit damals 32 Jahren wurde er das bisher jüngste Vorstandsmitglied der Hamburger Zahnärztekammer. Anfang des Jahres wurde er zum Nachfolger des langjährigen Vorstandpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Sprekels gewählt.

 

Niendorfer Wochenblatt: Wie wird ein Niendorfer Präsident der Hamburger Zahnärzte?

Konstantin von Laffert: Ich habe ja mittlerweile 16 Erfahrungsjahre im Vorstand hinter mir, gebe seit Jahren Fortbildungen, habe Spaß vor Leuten zu reden und übernehme auch gern Verantwortung für die Zukunft unserer Branche. Die Kandidatur war für mich ein logischer Schritt und es ehrt mich sehr, dass mir die Kollegen ihr Vertrauen ausgesprochen haben.

 

NW: Wie passen Ehrenamt und Praxisarbeit unter einen Hut?

von Laffert: Ich praktiziere momentan nur noch drei Tage in der Woche und habe einen eigenen Kammer-Kalender, der immer prall gefüllt ist. Das ist schon eine enorme Herausforderung, die ich ohne den Rückhalt in der Familie und meiner drei Kollegen in der Praxis nicht stemmen könnte.

 

NW: Wie haben denn Ihre Frau und beiden Töchter reagiert?

von Laffert: Mit den Worten, dass sie es eh nicht verhindern könne, hat meine Frau mir ihre humorige Unterstützung zugesagt. Die ältere Tochter hatte Angst vor noch weniger Familienzeit. Ich versuche aber, meine Kinder an zwei Tagen nachmittags selbst aus Schule und Kita abzuholen. Meine Jüngste landete den Kracher und sagte: „Wenn du Präsident bist, bin ich ja Prinzessin.“

 

NW: Was haben Sie bislang schon bewirken können?

von Laffert: Wir konnten erfolgreich das Zähnenputzen im schulischen Ganztagsbetrieb voranbringen, das nun mit der Schulbehörde in Modellversuchen starten wird. Außerdem können wir ganz aktuell dank des ehrenamtlichen Engagements von Kollegen für Kinder bis zwölf Jahre in den Flüchtlingsheimen Zahn-Screenings durchführen. Unbedingt durchsetzen möchte ich schnellstmöglich auch unser Konzept zur besseren Mundhygiene in Pflegeheimen.

 

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