Hier wird’s bald voll Am Flagentwiet entsteht eine Zentrale Erstaufnahme für 1000 Flüchtlinge Foto: cs

Mega-Unterkunft in Schnelsen

Am Flagentwiet entsteht eine Zentrale Erstaufnahme für rund 1000 Flüchtlinge

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Bislang hat der Bezirk Eimsbüttel die Rolle des Schlusslichts eingenommen, was die Unterbringung von Flüchtlingen angeht. 1405 Menschen sind es aktuell. Zum Vergleich: In den Bezirken Nord und Wandsbek etwas sind es mehr als 3000, in Mitte mehr als 4000 Menschen.

 

Doch das wird sich schon bald ändern. Denn in den kommenden Wochen wird sich die Zahl der Schutzsuchenden im Bezirk Eimsbüttel mehr als verdoppeln. Außer den 112 Flüchtlingen, die auf dem P&R-Parkplatz am Niendorfer Tibarg und den 600 Menschen, die in Containern und Zelten an der Stellinger Vogt-Kölln-Straße untergebracht werden sollen, soll nun in  Schnelsen die zweitgrößte Flüchtlingsunterkunft in Hamburg überhaupt entstehen – nur die Zentrale Erstaufnahme Schnackenburgsallee in Altona ist größer. Wie Björn Domröse, Sprecher der zuständigen Behörde für Inneres und Sport (BIS) auf Anfrage des Niendorfer Wochenblatts mitteilt, ist auf dem städtischen Grundstück Flagentwiet ein Containerdorf für 1000 Männer, Frauen und Kinder geplant. Bei der Anlage handelt es sich ebenfalls um eine sogenannte Zentrale Erstaufnahme (ZEA). Bedeutet: Dort verbringen die Flüchtlinge, die neu nach Hamburg kommen, maximal drei Monate. Danach geht es in eine Folgeunterbringung – im Idealfall  eine eigene Wohnung, in der Realität handelt es sich meistens  um Container- oder Zeltunterkünfte.

Die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau der neuen ZEA in Schnelsen haben begonnen. Aktuell werden auf dem ehemaligen Parkplatz, der sich in unmittelbarer Nähe zu einem Recyc-linghof befindet, Bodenproben entnommen und analysiert.

Ob der Untergrund belastet ist wird laut Domröse erst das Bodengutachten zutage bringen. Dieses gehöre jedoch zum „normalen Prüfungsprocedere“, bei dem auch die Tragfähigkeit des Untergrunds, Lärmschutz, Verkehrsanbindung,  Infrastruktur, eventuelle Biotope und die Kampfmittelfreiheit überprüft werden. cs

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