Objekt des Anstoßes Zum Thema Parkpalette gibt es immer wieder Beschwerden Foto: cs

Parkpalette am Tibarg wird 25 Jahre alt

Areal gilt seit langem als Angstraum, deshalb wird schnellstmögliche Aufwertung gefordert

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Drei Stunden kostenloses Parken für 132 Autos auf insgesamt zwei Ebenen: Die Freude war groß, als die Parkpalette am Tibarg vor fast genau 25 Jahren eröffnet wurde.

 

Heute, ein Vierteljahrhundert später, ist die Freude einer allgemeinen Verärgerung gewichen. Kostenloses Parken ist hier schon lange nicht mehr möglich. Dafür bestimmen Graffitis, zersplitterte Bierflaschen und Urinpfützen das Bild. Die Parkpalette, vor allem die untere Ebene, gilt im Stadtteil als Angstraum. Passiert ist dort nach Angaben des Bezirksamts Eimsbüttel noch nichts. Dennoch häufen sich bei Quartiersmanagerin Nina Häder die Beschwerden zum Thema „Verschmutzung“ und „mangelnde Sicherheit“.

„Es wäre daher toll, wenn die Parkplätze endlich wieder in vollem Umfang genutzt werden könnten“, sagt Häder. Arbeitsgemeinschaft Tibarg (AGT) und BID Tibarg seien schon seit einiger Zeit mit dem Bezirksamt im Gespräch über eine mögliche Aufwertung des unteren Bereichs. Sie habe das Thema auf der Agenda bestätigt Mareike Gärtner, zuständig für die städtebauliche Sanierung und Projektentwicklung. Priorität habe es derzeit jedoch nicht.

Besser ausschildern

Aber: Besonders vor dem Hintergrund der Flüchtlingsunterkunft, die bereits ab August auf dem Park&Ride-Platz an der Paul-Sorge-Straße aufgebaut werden soll (wir berichteten), sind Parkplätze rund um den Tibarg Mangelware. Erschwerend hinzu kommt, dass die kleinteiligen Parkflächen teils schwer zu finden sind. „Ortsunkundige wissen oftmals gar nicht, dass es die Parkpalette gibt“, bemängelt Häder. Sie plädiert für eine bessere Ausschilderung. 

Fakt ist: Es gibt im Bezirksamt bereits Überlegungen, das Parken auf der Parkpalette als Ausweichmöglichkeit für die ab August nicht mehr vorhandenen Park&Ride-Plätze an der Paul- Sorge-Straße auf unbestimmte Zeit kostenfrei zu ermöglichen. Für weitere Maßnahmen stehen allerdings bislang keine Gelder zur Verfügung. Angedacht ist daher, dass künftig Akteure vor Ort, wie BID und AGT, die Bewirtschaftung übernehmen. „Der Parkplatz liegt aber eigentlich nicht mehr auf BID-Gebiet und zur wirtschaftlichen Rentabilität gibt es noch keine verlässliche Angaben“, so Häder.

„Wir arbeiten daran“, verspricht Gärtner. Sobald die aktuell durchgeführte Auswertung abgeschlossen sei, könnte man sich im Bezirksamt mit Vertretern des BID zusammensetzen, um über die Zukunft der Parkpalette am Tibarg zu beraten. cs

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