Kollau bleibt vermutlich Überschwemmungsgebiet

Behörde wird vorläufige Sicherung nicht aufheben

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Die Lottbek im Hamburger Stadtteil Bergstedt wird nun doch nicht als Überschwemmungsgebiet (ÜSG) ausgewiesen. Für die Kollau kann mit einer solchen Nachricht aber wohl nicht gerechnet werden. 

 

Die Nachberechnung mit einer verfeinerten Berechnungsmethode des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) habe ergeben, dass an der Lottbek lediglich neun Gebäude in Mitleidenschaft gezogen würden. Damit werde eine sogenannte „Signifikanzgrenze“ unterschritten. Dies steilte Jan Dube, Sprecher der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie, vergangene Woche mit.

Anders verhalte es sich laut Dube jedoch bei den übrigen, vorläufig als ÜSG gesicherten Gebieten, zu denen auch die Kollau in Lokstedt gehört. Auch wenn das Ergebnis der komplexen Neu-Berechnung noch ausstehe, stehe jetzt schon fest, dass die „Signifikanzgrenze“ dort weit überschritten werde.

Hintergrund: Im Angesicht der Hochwasser-Katastrophen an Elbe und Donau hatte der Senat im Sommer vergangenen Jahres die Einrichtung von elf Überschwemmungsgebieten verkündet. Dort solle das Wasser genügend Raum bekommen, um ihm die Gewalt zu nehmen. Das Problem: ÜSG-Anwohner befürchteten Wertverluste ihrer Grundstücke und gingen auf die Barrikaden.

Die mit den ÜSG einhergehenden Beschränkungen des Baurechts könnten nun aber doch geringer ausfallen. So könnten die Grundstücke in den meisten Fällen in bisheriger Form weiterhin uneingeschränkt genutzt werden, betont Dube.

Ausnahmeregelungen

Problemlos sei etwa die Verwendung von Spielanlagen für Kinder, Bänken, gemauerten Sitzecken, Gartenkaminen, Gartenmöbeln, Skulpturen oder Überdachungen. Auch Modernisierungen, Aufstockungen, neue Raumaufteilungen oder Reparaturen am Haus seien ohne Genehmigung möglich. Zudem wird mit Hochdruck an einem Empfehlungskatalog für Ausnahmeregelungen gearbeitet. cs

 

ÜSG-Hotline der Umweltbehörde: Tel.: 42 84 02 657, mittwoch 9 bis 10 Uhr

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