Die Bagger sind schon angerollt Am Vogt-Cordes-Damm in Niendorf sollen noch in diesem Jahr neue Gewerbeflächen entstehen Fotos (2): cs

Gewerbehof für den Vogt-Cordes-Damm

Nach der Schließung des Tenniscenters ist eine Anbindung an die Papenreye möglich

Archiv| Views: 264

Während in Niendorf die Unterbringung von rund 250 Flüchtlingen auf dem Park&Ride-Parkplatz hinter dem Tibarg diskutiert wird, ist ein anderer Standort nun endgültig vom Tisch: Auf dem Grundstück im Vogt-Cordes-Damm 10 wird definitiv kein Flüchtlingsheim gebaut.

 

Das teilte Dirk Johannsen, der das Areal für die Eigentümer verwaltet, auf Anfrage des Niendorfer Wochenblattes mit. Die Entscheidung sei nach konstruktiven Gesprächen mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Eimsbüttel einvernehmlich getroffen worden, so Johannsen weiter.

Hintergrund: Johannsen hatte das Gelände am Vogt-Cordes-Damm der Stadt bereits vor Monaten als Standort für die öffentliche Unterbringung angeboten (wir berichteten). Das Areal ist bereits gerodet, der zweigeschossige Bau auf dem Grundstück hätte laut Johannsen innerhalb weniger Wochen wieder bewohnbar gemacht werden können. Doch die Umsetzung war am geltenden Baurecht gescheitert. Die Fläche liegt in der Fluglärmschutzzone eins – eine Wohnbebauung ist dort nicht zulässig. Außerdem wurde das Gebiet zwischen Flughafen, Kollaustraße, Papenreye und Vogt-Cordes-Damm mit dem Bebauungsplan „Niendorf 90“ als Gewerbegebiet ausgewiesen. Und diesem Zweck solle das von ihm verwaltete Grundstück nun auch endlich zugeführt werden, berichtet Johannsen. Geplant sind mehrere Gewerbeflächen in der Größenordnung zwischen 2 000 und 4 000 Quadratmeter, Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.

Seit dem 1. Juli 2015 hat das Sportlepp Tenniscenter seine Pforten geschlossen

Dass nun endlich Wind in die Sache kommt, nachdem das Grundstück Vogt-Cordes-Damm zehn Jahre lang brach lag, dürfte auch an der Schließung des Sportlepp Tenniscenters an der Papenreye liegen. Ein Nachmieter für die Anlage, auf der schon Steffi Graf und Michael Stich ihre Bälle schlugen, wird derzeit noch gesucht. Die Stadt, der das Areal aber gehört, hat dafür andere Pläne. Die Idee: Die Grundstücksflächen des Gewerbehofes vom Vogt-Cordes-Damm zur Papenreye über die freiwerdende Fläche der Tennisanlage anzubinden. „Derzeit  läuft ein Bodenordnungsverfahren, in dessem Zuge die Grundstücke neugeordnet werden, um den Bedarfen vor Ort bestehender Gewerbebetriebe als auch zukünftigen Gewerbeansiedlungen zu entsprechen“, berichtet Daniel Stricker, Sprecher der zuständigen Finanzbehörde. Davon sei auch das Grundstück der Tennisanlage betroffen. Stricker: „Ein vorzeitiges Ende des Mietverhältnisses wäre daher im Sinne der Entwicklung hilfreich.“ cs

Comments are closed.