Rückhaltebecken ist voller Schlamm

Teich im Van-Eicken-Park verlandet immer mehr

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Die Schillingsbek trägt Biomasse in das Rückhaltebecken im Lokstedter Von-Eicken-Park. Treibgutrechen und Staumauer fehlen. 

 

Auf den ersten Blick fließt die Schillingsbek idyllisch durch den Van-Eicken-Park in den kleinen See. Eigentlich ist das Gewässer als Rückhaltebecken konzipiert, aber es funktioniert nicht. Der Zweck eines solchen Beckens wäre die Regulierung der Abflussmenge der Schillingsbek bei Hochwasser. Es würde die Hochwasserwelle dämpfen, indem es übermäßiges Wasser zwischenspeichert und kontrolliert abgibt. Dafür braucht es ein Stauwehr, das fehlt hier allerdings.

Der neben dem Park wohnende Gunter Hecker ärgert sich über den Zustand des Teichs: „Das ist kein Rückhaltebecken, das ist ein Schlammbecken.“ Weil im Einlaufbereich kein Treibgutrechen installiert ist, wird vom Bach mitgeführtes Laub eingeschwemmt. Dort ist die Strömung so gering, dass es sich absetzt und zu faulen beginnt. „Hier leben Hechte, Döbel und Rotaugen“, sagt Hecker. „Jedes Jahr ist hier ein Massentiersterben zu beobachten. Nach den Wasservögeln im letzten Jahr sind es nun die Fische.“

Der Naturschutzbund Hamburg (NABU) erwidert, schon einiges getan zu haben: „Wir haben Strömungslenker in den Bachlauf vor den Teich gesetzt, um die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen“, betont Dieter Siebeneicher von der Stadtteilgruppe Eimsbüttel. Bereits im Jahr 2009 haben das Bezirksamt Eimsbüttel und der NABU ein so genanntes Nebengerinne installiert, das die Schillingsbek am See vorbeiführt. Damit sollte die Wassergüte des Flusses verbessert und die Durchgängigkeit für Fische und Insekten erreicht werden. Für den Teich scheint damit aber mehr Pflegeaufwand nötig geworden zu sein. tif

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