Scheckübergabe Ministerin Aydan Özoguz mit Axel Graßmann von der Lebenshilfe (3.v.l.) und Gemeindemitgliedern Foto: tif

Integrationsministerin in Schnelsen

Zum gemeinsamen Fastenbrechen lud die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde in ihre Moschee ein

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Zum sechsten traditionellen Iftar-Empfang kam wieder Prominenz in die islamische  Reformgemeinde. Mit Integrationsministerin Aydan Özoguz war diesmal sogar eine gebürtige Lokstedterin zu Gast.

 

Gläubige Muslime nehmen im Fastenmonat Ramadan nur nach Sonnenuntergang Nahrung und Getränke zu sich. Einmal im Jahr begeht die Schnelsener islamische Gemeinde das abendliche Fastenbrechen Iftar als feierlichen Empfang. Integrationsministerin Aydan Özoguz betonte dabei  als Gast ihre Übereinstimmung mit dem Grundsatz der Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde (AMJ): „Es soll keinen Zwang geben im Glauben. Man muss aushalten, dass jeder unterschiedlich denkt. Die Fanatiker im Islam stehen dem vollkommen entgegen.“

Die AMJ pflegt interreligiöse Dialoge mit jüdischen und christlichen Gemeinden, veranstaltet Blutspendeaktionen und jährlich einen „Charity Run“ in Hamburg. Diesmal konnten Spendenschecks von je 2500 Euro an die Kinderkrebshilfe und die Lebenshilfe überreicht werden. Bei leckeren nordindischen Gerichten saß Özoguz mit den Hamburger Unternehmern Michael Otto und Alfred Darboven am Tisch. Die Ministerin und der Versandhändler entdeckten dabei: Als Kinder gingen beide auf die Grundschule Döhrnstraße. Auf die Frage, wie sie als Tochter türkischer Eltern damals Integration erlebt habe, antwortet Özoguz: „Es gab kaum Ausländer in Lokstedt. Auf der Schule waren außer den Deutschen ein Italiener und ich. Alles war völlig normal, auch der Islam war kein Thema.“      tif

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