1. Eine gewaltige Fräse schreddert den Asphaltbelag und befördert den Abraum auf Muldenkipper

Tschüs, Frohmebrücke

Riesige Baumaschinen machten den Abriss zu einem Spektakel

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Genau 55 Stunden hatten die Baufirmen Zeit für den Abriss der Brücke Frohmestraße über die Autobahn, die Installation einer Behelfsbrücke und die Aufräumarbeiten. Von Freitag 22 Uhr bis zum frühen Montagmorgen blieb die A 7 in Schnelsen voll gesperrt.

 

Der Abriss war minutiös durchgeplant. Um 22 Uhr am Freitag wurden die Sperren auf der Frohmestraße und der A7 geschlossen. Für die Zuschauer waren Gitterzäune aufgestellt worden, die gute Sicht auf die Baustelle zuließen. Aber bei einsetzender Dunkelheit im wechselnd starken Regen war die Zahl der Schaulustigen geringer als erwartet.

Den Auftakt der Bauarbeiten gab eine große Fräse, die den Asphalt von der Fahrbahn der Frohmestraßebrücke raspelte und das Schreddergut sofort in bereitstehende Muldenkipper verfrachtete. „Der Rest der Brücke besteht aus Stahlbeton, wir müssen die Materialien getrennt recyceln“, erklärte Peter Caspar Hamel, Pressesprecher von Via Solutions Nord, der Projektgesellschaft zum Ausbau der A 7.

Zur gleichen Zeit schütteten unterhalb der Brücke andere Kipper tonnenweise Sand auf die Fahrbahn zum Schutz vor herabfallenden Trümmerteilen. Sonntagnacht um drei Uhr begannen Bagger mit großen Schneidezangen Stücke aus der Brücke zu brechen. Der reichlich verbaute Stahl erschwerte den Abbruch, aber am Sonnabendnachmittag brachten Bagger mit Hydraulikmeißeln das letzte Teil zum Einsturz. Am Sonntagmorgen hob ein gewaltiger Kran die Behelfsbrücke in einem Stück an ihren Platz. Früher als gedacht, am Montag gegen 3:30 Uhr war die Autobahn wieder frei. Die Frohmestraßebrücke soll an diesem Mittwoch wieder befahrbar sein. tif

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