Für die SPD im Parlament Marc Schemmel ist Mitglied im Sport- und Olympiaausschuss sowie im Eingabenausschuss Foto: SPD

„Politik ist ein Mannschaftssport“

Die ersten 100 Tage in der Hamburger Bürgerschaft: Der Niendorfer Marc Schemmel (SPD) im Interview

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Seit knapp vier Monaten führen die Niendorfer Carsten Ovens und Marc Schemmel sowie Anna Gallina ein neues Leben: das eines Angeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft. Im Interview mit Wochenblatt-Redakteurin Christina Sluga erzählen sie, wie sie sich im neuen Leben zurechtfinden und was sie bewegen wollen. Heute lesen Sie den zweiten Teil unserer Serie: Marc Schemmel (SPD).

 

Niendorfer Wochenblatt: Vier Monate sind rum – haben Sie sich im Rathaus bereits gut eingelebt?

Marc Schemmel: Es ist auch nach 100 Tagen noch etwas Besonderes, im Rathaus Politik machen zu dürfen und unseren Wahlkreis dort zu vertreten. In den ersten Wochen wurde im Rathaus auch schon intensiv gearbeitet: Koalitionsverhandlungen, Olympiabewerbung, die Einführung von Bürgerschaftsreferenden oder die Vereinbarung für mehr Betreuungsqualität in den Krippen und Kitas. Einen Großteil der Arbeit verbringe ich als Wahlkreisabgeordneter natürlich weiterhin vor Ort in unseren Stadtteilen.

 

NW: Was hat Sie bislang am meisten an der Parlamentsarbeit überrascht – positiv wie negativ?

Schemmel: Ich finde es positiv, wenn auch bei schwierigen Themen die Bereitschaft im Parlament da ist, konstruktiv und an einem tragfähigen Ergebnis orientiert zusammenzuarbeiten. Das Auftreten einiger AfD-Abgeordneter und ihre rechtspopulistischen Beiträge hingegen fallen besonders negativ auf. Mit ihren Beiträgen zur Flüchtlings- und Innenpolitik werden Ängste geschürt und Ressentiments bedient. Es wird zu beobachten sein, ob die CDU sich in Folge ihres schlechten Wahlergebnisses nun in diesen Bereichen mit der AfD in einen „Wettstreit“ um härtere Positionen begibt.

 

NW: Gibt es etwas,  auf das Sie besonders stolz sind?

Schemmel:  Politik ist ein „Mannschaftssport“ und viele Personen tragen dazu bei, wenn Projekte vorangebracht werden. Für unseren Wahlkreis ist es schön, dass auf rot-grüne Initiative das StadtRad-System noch einmal erweitert wird und es demnächst nun auch Stationen am Tibarg und in Niendorf-Nord geben soll. Besonders freue ich mich, wenn Bürger oder Einrichtungen, die sich in den letzten Monaten mit Anliegen an mich und meine Mitarbeiter gewendet haben, mit unserer Arbeit zufrieden sind.

 

NW: Was haben Sie sich für die restliche Legislaturperiode noch vorgenommen?

Schemmel: Wir haben ein tolles Olympia-Konzept und ich möchte dazu beitragen, dass wir eine transparente und nachhaltige Olympia-Bewerbung auf den Weg bringen. Als Wahlkreisabgeordneter möchte ich mich weiter für die positive Entwicklung unserer Stadtteile einsetzen. Und wir haben einen ambitionierten Koalitionsvertrag. Am Ende sollen die Menschen erneut sagen können, dass wir unsere Wahlversprechen eingelöst haben.

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