Wie aus einer Idee eine Melodie und ein Lied wird

Starkomponist Martin Lingnau leitete einen Workshop für 250 Schüler an der Julius-Leber-Schule in Schnelsen

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Inspiriert vom St.-Pauli-Musical „Heiße Ecke“, vertonten die Schüler der Julius-Leber-Schule in Schnelsen einige der Themen neu. Martin Lingnau, der Komponist des Originals, gab Einblicke in seine Arbeit.

 

Die Schüler der Klasse 11e hatten vor kurzem das Musical „Heiße Ecke“ im Schmidts Tivoli besucht und waren von den Songs so begeistert, dass sie mit ihrem Musiklehrer Eric Siebel  zu vier Themen des Musicals neue Liedtexte und Melodien erfanden. Siebel ist außerdem musikalischer Leiter am Schmidts Tivoli und Dozent für Jazz- und Popmusik an der Akademie des Hamburger Konservatoriums.

Am Donnerstag vergangener Woche präsentierten sie ihre Ergebnisse dem Komponisten des Originals, Martin Lingnau. Zu den vier Themen Junggesellenabschied, Drogen, Prostitution und Liebe bekam Lingnau vor 250 Schülern in der Aula die neu geschaffenen Texte, um dazu eine eigene Melodie zu komponieren.

Er improvisierte schnell am Flügel auf der Bühne und verwandelte seine Empfindungen in Töne. Anschließend trugen die Schüler ihre Neuinterpretation vor. Lingnau hörte interessiert die Werke der Schülerinnen und Schüler. Er war nicht erstaunt darüber, dass die Melodien der Schüler zum Teil sehr anders waren als seine: „Je nachdem, welche Stimmung man ausdrücken möchte, kann man zu ganz verschiedenen Ergebnissen kommen.“

Zum Schluss stellte er sich den Fragen der Jugendlichen und gab ihnen einen guten Rat zum Komponieren mit auf den Weg: „Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Einfach machen!“ Und das kann richtig Spaß machen. tif

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