Zur Erholung darf jeder in den Wald, Plastikmöbel und -müll stören leider das Bild Foto: tif

Ein Biotop verdreckt

Dabei könnte der Willinks Park ein schönes Naherholung-Gebiet sein

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Ende 2011 wurde das Bebauungsplanverfahren für den Willinks Park in Lokstedt gestoppt. Das Gehölz könnte ohne Zivilisationsmüll als Biotop gelten.

 

Seit der Bebauungsplanentwurf Lokstedt 59 Ende 2011 fallengelassen wurde, ist es um Wilinks Park still geworden. 70 Wohnungen hatten hier entstehen sollen, dafür hätten bis zu 170 alte Bäume gefällt werden müssen. Obwohl sich das Wäldchen im Privatbesitz einer Eigentümerin befindet, darf jeder den Wald zu Erholungszwecken betreten. Dass dies tatsächlich geschieht, sieht man an den aus heruntergefallenen Ästen gebauten Hütten und vielen Fahrrad- spuren. Offenbar nutzen Kinder das Gehölz zum Spielen.

Gepflegt oder bewirtschaftet wird das Gelände nicht. Im Vergleich mit benachbarten Grünanlagen macht die Verwilderung den besonderen Reiz des Willinks Parks aus. Der Naturschutzrat Hamburg, ein im Hamburger Naturschutzgesetz verankertes unabhängiges Gremium von Experten schrieb dazu bereits 2010: „Dieser ‚verwilderte‘ Park ist ökologisch um Größenordnungen wertvoller als die nahe gelegenen, sterilen und ‚totgepflegten‘Parks wie der Amsinck-Park und der Von-Eicken-Park.“

Umgefallene Stämme und tote Äste auf dem Boden gehören selbstverständlich zu einem Biotop. Doch Willinks Park wird leider auch als Abladeplatz für Zivilisationsmüll missbraucht. Herumliegende Plastiktüten und leere Dosen stören nicht nur das natürliche Erscheinungsbild des Wäldchens, sie stellen auch eine Gefahr für Futter suchende Tiere dar.  tif

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