Die Freifläche im Hagendeel 60 dient der Umgebung derzeit als letzte Retentionsfläche Foto: cs

Wie geht es weiter am Hagendeel?

Thema Überschwemmungsgebiet sorgt für Riesenandrang bei Regionalauschusssitzung

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Mit so einem Andrang hatte im Regionalausschuss offensichtlich niemand gerechnet. Für die zahlreich angereisten Bürger mussten Stühle organisiert werden, so dass der Beginn der öffentlichen Sitzung im Stimmengemurmel unterzugehen drohte.

 

Grund für das ungewohnt große Interesse an der Regionalpolitik: Der Tagesordnungspunkt Acht: „Bericht über erfolgte und geplante sowie Überlegungen zu zukünftigen Hochwasserschutzmaßnahmen im Regionalbereich Lokstedt“.

Wer jedoch gehofft hatte, Neuigkeiten bezüglichen der geplanten Flüchtlingsunterkunft auf dem Grundstück im Hagendeel 60 sowie der umstrittenen Neuberechnung des Hochwasserstandes im Überschwemmungsgebiet durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) zu erfahren, wurde bitter enttäuscht. Stephan Schneider von der Wasserbehörde des Bezirksamts Eimsbüttel beantwortete im Anschluss an seinen Vortrag geduldig alle Fragen der Ausschussmitglieder und Anwohner. Er verkniff sich jedoch jeglichen Kommentar  zum Vorgehen seiner Kollegen in der BSU.

Und so verließen die Bürger, nachdem der Ausschuss-Vorsitzende Rüdiger Rust (SPD) das Thema geschlossen hatte, fluchtartig, kopfschüttelnd den Sitzungssaal – und verpassten zwei weitere Tagesordnungspunkte die sich mit ihrem Anliegen beschäftigten.

Allerdings: Sowohl der CDU-Antrag „Überschwemmungsgebiet Kollau – Korrekturen erforderlich“, der unter anderem fordert, die Rolle der Aue Hagendeel als Auffangfläche zu prüfen und in der Zwischenzeit den Status quo der unbebauten Wiese Hagendeel 60 zu erhalten, als auch der CDU-Vorschlag „die im Zuge der Flüchtlingsunterbringung versiegelten Flächen nach ihrer Nutzung wieder vollständig zu entsiegeln“ wurden mit den Stimmen von SPD und Grünen vertagt. Sehr zum Missfallen der Opposition: Nicht nur die Christdemokraten um Rüdiger Kuhn sondern auch die Linken-Fraktion in Person von Zaklin Nastic warfen Rot-Grün vor, eine Verzögerungstaktik zu fahren, Situationen schaffen zu wollen, die sich dann nicht mehr ändern ließen. cs

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