Lenzsiedlung und Altbau- Burgen zeigt Werner Kerschke (67) am Rande Lokstedts Foto: mf

Blick fürs Detail

Werner Kerschke zeigt ehrenamtlich sein Hamburg

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„Es gibt überall etwas zu sehen“, findet Werner Kerschke aus Lokstedt. Sein umfangreiches Wissen über Architektur und Stadtgeschichte gibt er ehrenamtlich als „Hamburg Greeter“ an Besucher weiter.

 

Werner Kerschke (67) entdeckt in Hamburgs Straßen kleine und große Details, über die er lebhaft berichtet. So wie die ehemaligen Befestigungen für die Straßenbahnstromabnehmer, die noch an den Altbauten in Eimsbüttel an der Grenze zu Lokstedt zu sehen sind. Wenn man genau hinguckt. Hamburg-Besuchern stellt er sein Wissen kostenlos auf Spaziergängen durch die Stadt zur Verfügung.

„Ich kommuniziere gern“, erzählt der ehemalige Projektleiter. Das und seine ehrenamtlichen Tätigkeiten im Verbund der Freiwilligen-Zentren und im Verein für Hamburgische Geschichte passten bestens zum Konzept der Hamburg Greeter, auf die Kerschke vor eineinhalb Jahren ein Freund aufmerksam machte.

„Ich zeige den Menschen die Stadt gern abseits der bekannten Pfade. Nur Einkaufstouren sind nicht unbedingt mein Ding“, sagt er lachend. Gefragt sind vor allem Hamburg Highlights wie der Hafen, St. Pauli oder die Speicherstadt. Wenn einmal ein Tourist Lokstedt erkunden wollte, würde Kerschke die Amsinck-Villa, den Wohnblock Heimat, das Niendorfer Gehege und die alten Grenzsteine zeigen. „Wir haben in Lokstedt kein Zentrum und so viel gibt es hier nicht zu zeigen“, bedauert er.

Ins Leben gerufen wurden die Hamburg Greeter nach dem amerikanischen Vorbild der New Yorker „Big Apple Greeter“ 2012. Mittlerweile zeigen 85 ehrenamtliche Greeter ihre persönliche Perspektive der Stadt abseits von Reiseführern und Tourismus-Marketing. „Die Gäste kommen zu 80 Prozent aus dem deutschsprachigen Raum“, erzählt Greeter-Gründer Klaus Bostelmann. Aber auch Australier, Neuseeländer oder Japaner suchen das authentische Erleben der Stadt. „Angefragt werden meistens die üblichen Verdächtigen: Speicherstadt, Hafen City, St. Pauli und Blankenese“, so Bostelmann. „Aber auch Niendorf war schon dabei!“  mf

 

Greeter werden

 

Wer Hamburg Greeter werden möchte, kann sich auf www.hamburg-greeter.de registrieren und seine Sprachkenntnisse, bevorzugten Stadtteile und Themen angeben. Nach dem persönlichen Kennenlernen wird der neue Greeter in den Verteiler aufgenommen. Infos: Hamburg- Greeter, Tel. 0173  254 13 56, www.hamburg-greeter.de

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