Kinder blitzen Raser

Ein spannendes Verkehrs-Projekt in der Grundschule Bindfeldweg

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Kinder und Verkehr – das ist immer ein topaktuelles und heißes Thema. Zwei dritte Klassen der Niendorfer Grundschule Bindfeldweg machten beim Projekttag Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam.

 

„Jetzt gehen wir Autos blitzen“, freuten sich die 26 Schüler der Klasse 3a vom Bindfeldweg am vergangenen Donnerstag. Die gemeinnützige Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit (gGKVS) war mit dem Projekt „Auf die Bremse, fertig, los!“ zu Gast und hatte extra ein Lasermessgerät mitgebracht. Doch bevor die Fahrgeschwindigkeiten vor der Schule überprüft wurden, war Turnen angesagt. „Dabei handelt es sich um verschiedene Übungen wie zum Beispiel das Fahren mit Rollbrettern, die den Kindern praktische Erfahrungen zu Geschwindigkeit und Bremsweg vermitteln“, so gKVS-Geschäftsführer Reinhard Spatz.

 

Rund 30 000 Kinder verunglücken jährlich in Deutschland im Straßenverkehr. Auch der Drittklässler Titus (9) erlebte schon eine sehr brenzlige Situation: „Als ich auf dem Heimweg von der Schule bei Grün über die Ampel ging, hat uns ein abbiegendes Auto fast umgefahren.“ Drastisch wurde ihm damit klar: „Ich kann mich nicht immer auf die Autofahrer verlassen.“ Diese Mahnung stand für die Initiatoren des Projekts im Mittelpunkt. „Ihr müsst euch immer an die Regeln halten, müsst aber auch daran denken, dass andere Verkehrsteilnehmer das vielleicht nicht tun“, so Martin Bischof, ebenfalls gGKVS-Geschäftsführer.

 

Zwar hielten sich viele der vermessenen Autos am Projekttag im Bindfeldweg an die vorgegebene Geschwindigkeit, doch das ist nicht immer so. Vor allem kurz vor 8 Uhr gibt es in Schulstraßen wie dieser ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und viele Fahrer sind eindeutig zu schnell. Die Messung mit dem Laser-Gerät war für alle sehr aufregend, zwei zu schnell fahrende Autos bekamen von den Kindern einen roten „Daumen runter“ gezeigt. Sajia (8): „Das war ein toller Tag. Wir haben viel gelernt.“ So wie die anderen „Tempo-Sheriffs“ hofft sie, dass mehr Autofahrer umsichtiger fahren und an die Sicherheit der Kinder denken. moe

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