Beim Abbiegen touchiert Mitte April kam ein Leiterwagen einem parkenden Fahrzeug zu nahe Foto: löv

Hier blieb die Feuerwehr stecken

Klaus-Nanne-Straße: Sind die beengten Straßenverhältnisse im Notfall ein Problem?

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Die Klaus-Nanne-Straße im Schnelsener Märchenviertel gilt als Nadelöhr. Gegenverkehr ist häufig problematisch und verlangt kreative Ausweichmanöver. Die Bürgerinitiative Schnelsen79 führt diesen Zustand als ein Argument gegen das in unmittelbarer Nachbarschaft geplante Neubaugebiet an.

 

„Die Klaus-Nanne-Straße wurde bereits mit 25 Prozent über die zulässigen Grenzen bebaut. Durch diese Straße passt wegen der Parkplatzenge schon heute kaum ein Feuerwehrfahrzeug“, heißt es auf der Homepage.

 

An dieser Befürchtung scheint etwas dran zu sein. Beim Abbiegen in eine kleine Seitenstraße touchierte ein Feuerwehrauto Mitte April ein am Straßenrand geparktes Fahrzeug. Ein dummer Zufall? Oder war der Unfall tatsächlich auf die beengten Verhältnisse zurückzuführen? Schon in der Vergangenheit haben sich viele Anwohner besorgt gefragt, ob Einsatzfahrzeuge im Notfall überhaupt durchkommen.

 

Ein Einzelfall?

 

Von der Pressestelle der Feuerwehr gab es auf Anfrage des Wochenblatts nur eine ausweichende Antwort. „Grundsätzlich fällt Ihre Anfrage nicht in den Bereich der Feuerwehr“, hieß es nach dreiwöchiger Wartezeit auf nochmalige Nachfrage. Der dargestellte Fall sei aus Sicht der Feuerwehr ein Einzelfall. Für den ruhenden Verkehr sei die Polizei zuständig. Und weiter: „Das Erreichen des Einsatzortes innerhalb von acht Minuten ist eine Planungsgröße, die in 85 Prozent aller Fälle als politische Zielvorgabe erreicht werden soll! Sollte es zu Straßensperrungen in den von Ihnen beschriebenen Bereichen kommen, wird die zuständige Behörde dafür Sorge tragen, dass die Feuerwehr zeitgerecht an jedem Einsatzort sein wird!“

 

Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans Schnelsen79 steht derweil unmittelbar bevor und soll aller Voraussicht nach in der Woche nach Pfingsten erfolgen. löv

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