Hilfe für Krisen-Region

Niendorfer Verein stärkt Kinder in Asien

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Das Schicksal ethnisch verfolgter Minderheiten in der Grenzregion Thailand-Myanmar bewegte eine Niendorferin zur Gründung eines Hilfsvereins.

 

„Meine damalige Kollegin Maren Pfähler war vor einigen Jahren für mehrere Wochen in der Gegend dort und gab auch Englischunterricht für Kinder in einem Waisenhaus“, so Dagmar Heinrich. Die erzählten Erlebnisse rührten die Niendorfer Bankangestellte und weitere Mitarbeiter so sehr, das sie sofortige Hilfe beschlossen. „Doch wir wollten nicht einfach nur Spenden sammeln, sondern mit einem Verein etwas Eigenes auf die Beine stellen.“

 

Seit Jahrzehnten ist das Grenzgebiet von Thailand und Myanmar Schauplatz vielzähliger humanitärer Katastrophen, von denen die Kinder am stärksten betroffen sind. Viele leben noch immer in Flüchtlingscamps, einige sogar nach dem Verlust ihrer Eltern im Waisenhaus. „Wir wollen die Lebensbedingungen und Bildung der Kinder verbessen und sie stärken, damit sie später ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und ein würdiges Leben leben können.“

 

Jeder Euro kommt an

 

28 Mitglieder zählt der 2009 gegründete Verein O.P.C. Deutschland heute, der von Spendern, Vereinsbeiträgen und Stiftungsgeldern unterstützt wird. Sowohl Dagmar Heinrich als auch die Marienthalerin Maren Pfähler als erste Vorsitzende und der Niendorfer Olav Wegner als Kassenwart arbeiten ehrenamtlich. „Damit können wir garantieren, dass wirklich jeder Euro bei den Kindern ankommt“, so Heinrich. Außerdem hat eine Partnerorganisation vor Ort die Verwendung der Finanzen im Blick und Maren Pfähler nutzt ihren Ruhestand, um regelmäßig vor Ort auf eigene Kosten die finanzierten Projekte zu begutachten. So war sie auch im Januar bei der Einweihung des finanzierten Toilettengebäudes für die Thai Rai Kiri Grundschule in Mae Sot dabei.

 

Unterstützt vom Verein wird auch der Kindergarten Loi Kaw Wan – und zwar mit gutem Essen, warmer Kleidung, Lehrmitteln, medizinischer Hilfe und der Finanzierung von zwei Erzieherinnen. „Auch für ein Schulgebäude in Myanmar kam für drei Klassenzimmer Geld von uns.“

 

Wichtig ist dem Team bei seinem Engagement vor allem die Hilfe zur Selbsthilfe. „Wir hoffen, dass uns weiterhin so viele Mitstreiter zur Seite stehen und wir neue Unterstützer finden“, so Dagmar Heinrich. moe

 

Infos: www.opcdeutschland.de

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