Im Training zeigt Robin Wendt (weißer Anzug), was er kann Foto: ar

Bei der Polizei-Europameisterschaft

In diesem Jahr holte Robin Wendt schon einige Siege – jetzt sollen die nächsten Medaillen folgen

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Deutscher Polizeimeister im Judo ist er bereits. Jetzt greift Robin Wendt vom Niendorfer TSV zum ersten Mal  nach europäischem Gold…

 

Wie viele Medaillen und Pokale er schon gewonnen hat? Da muss Robin Wendt den Kopf schütteln. Kein Wunder: Seit 20 Jahren steht er auf der Judo-Matte, hat an unzähligen Wettkämpfen teilgenommen. Doch vom 10. bis 13. Mai gibt es für ihn eine Premiere: Zum ersten Mal tritt er bei den Polizei-Europameisterschaften an. Und das noch vor heimischer Kulisse – in Dresden.

 

Seine Chancen auf eine Medaille stehen nicht schlecht, schließlich zeigt Robin Wendt sich in diesem Jahr bislang in Top-Form. Am 20. März nahm er in  Russland an den Tscheljabinsk Open 2015 teil. Seinen Gegner aus Russland und Kasachstan hatten keine Chance. Auch im Finale gegen einen Russen dominierte er den Kampf und gewann aufgrund der Passivität seines Gegners mit zwei Shidos.

 

Eine Woche später holte er sich die nächste Goldmedaille beim ersten Ranglistenturnier des DJB in diesem Jahr. In der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm gewann er alle fünf Vorkämpfe vorzeitig mit Ippon. Im Finale wurde sein Gegner Viktor Semenko aus Brandenburg wegen Fassen an das Bein disqualifiziert – erster Platz!

 

Über diesen gelungenen Start ins Judo-Jahr freut sich Robin Wendt besonders: „Im letzten Jahr musste ich wegen Knie-Problemen drei Monate komplett pausieren, konnte sechs Monate nicht richtig trainieren. Jetzt bin ich körperlich und mental fit!“

 

Deshalb geht’s nach den Polizei-Europameisterschaften auch gleich weiter – Bundesliga sowie Europacup-Turniere in Schweden und Slowenien stehen auf seinem Plan. Dafür trainiert der Polizeimeister 5 bis 6 Mal die Woche – meist in der Waldhalle mit Freunden aus Judo-Kindertagen und unter dem Kommando seines Vaters Rainer Wendt (53). „Er kennt mich, weiß immer, wie er mich motivieren kann.“ Warum es ihn nicht häufiger zum Bundesligastützpunkt zieht? „Hier macht es Spaß, hier sind die Leute, die ich kenne“, erklärt Robin Wendt. Und bei allem Ehrgeiz – der Spaß an seinem Sport ist für ihn das Wichtigste… ar

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