„Verkehrsverbund“ auf Arabisch: in Ägypten wechselte Sina Christmann mal vom Rad aufs Kamel Foto: privat

Per Rad nach Kapstadt und ins große Abenteuer

Sina Christmann hat von ihrer Tour tausend neue Eindrücke mitgebracht

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Geschafft! Die 29-jährige Niendorferin Sina Christmann ist mit dem Fahrrad von Hamburg nach Kapstadt geradelt. Ende Juli war sie losgefahren (das Wochenblatt berichtete).

 

Nach sechs Monaten im Sattel kam sie in Kapstadt an und ist nun wieder in Niendorf und hat viel zu erzählen! Entstanden war die Idee zur Tour durch eine Knieverletzung, und radeln ist ja gut für eine schnellere Heilung. Erst sollte es nach Gibraltar gehen, aber dann entschied sich Sina Christmann für die Mammut-Tour durch Südosteuropa und Afrika.

 

„Der schlimmste Abschnitt lag in Albanien: 13 Kilometer nur steil bergauf!“ Viereinhalb Stunden brauchte sie für diese Etappe. In Tanzania machte ihr später die Hitze zu schaffen: gegen 11 Uhr schon 40 Grad, und dann kaum Schattenplätze. Und in Äthiopien konnte sie die Schrift nicht lesen – inklusive der Zahlen!

 

Dort gab es auch den einzigen Platten am Rad. Sofort sprangen viele Helfer herbei, die ihr das Rad reparierten. Doch an Äthiopien bleiben auch schlechte Erinnerungen zurück: „Die Menschen an den Straßen trieben mich zur Weißglut. Nicht nur das Betteln, sondern auch Beleidigungen und das Werfen mit Steinen und Stöcken waren nervlich anstrengend“, erinnert sich Sina Christmann.

 

Daumen hoch!

 

Von Simbabwes Hauptstadt Harare wäre sie schon bis Johannesburg beinahe auf einen Bus umgestiegen, aber: „Die Menschen dort waren wirklich ausgesprochen freundlich und gaben mir durch simple Gesten – wie Daumen nach oben – und anfeuernde Zurufe moralische Unterstützung, so dass es angenehm war, dort zu fahren.“ Und von Harare nach Kapstadt sind es dann ja auch nur noch „lächerliche“ 2500 Kilometer… Tolle Leistung, Sina Christmann! bk

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