Die Germanen kämpften zu Beginn um jeden Ball – und doch setzen sich die Niendorfer um Ebenezer Utz durch. Foto: ar

Niendorf siegt im Lokalderby

Für Germania Schnelsen wird es jetzt ganz eng in der Oberliga

Archiv| Views: 105

Normalerweise gibt’s zum Geburtstag eine große Party. Ebenezer Utz vom Niendorfer TSV ließ sich in diesem Jahr auf dem Spielfeld feiern – und schenkte seinem Verein zwei Tore…

 

Beim letzten Aufeinandertreffen schickte der Niendorfer TSV die Germanen mit 5:0 vom Platz – so leicht wollten es die Schnelsener es ihren Gästen diesmal nicht machen. Schließlich stehen sie in der Oberliga mit dem Rücken zur Wand – und brauchen dringend jeden Punkt. Und so zeigten sich die Spieler in den Startminuten kämpferisch und mit vielen Aktionen in der Offensive. Doch am Abschluss scheiterten sie.

Die Niendorfer zeigten sich nur in den ersten 20 Minuten defensiv – danach starteten sie einen Run aufs Germania-Tor In der 24. Minute trifft Sepehr Nikroo – doch der Linienrichter entscheidet auf Abseits. In den nächsten Minuten vergaben die Niendorfer noch zwei Tor-Chancen – bis in der 36. Minute Ebenezer Utz, der an diesem Freitag seinen 22sten Geburtstag feierte, abzog – zum 0:1 für den NTSV.

 

Mangel an Leitwölfen

 

Im zweiten Durchgang erwischten die Niendorfer dann den besseren Start und zeigten sich von Anfang an angriffslustig. In der 48. Minute wurde Serhat Yapici im Strafraum von Ömer Solmaz gefoult – den Elfmeter verwandelte Ebenezer Utz sicher. Für die Germanen kam das zweite Gegentor wie ein Knock-out: Die Spieler verloren den Faden, gaben den Niendorfer viele Freiräume – die diese jedoch ungenutzt ließen. Und so endete die Partie mit 0:2. Ein verdienter Sieg für die Niendorfer – und eine bittere Niederlage für die Germanen, die weiter auf dem letzten Platz der Tabelle stehen. Aber ans Aufgeben denken die Germanen noch lange nicht: „Solange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir noch an den Klassenerhalt glauben, auch wenn es immer schwieriger wird“, sagt Sven Tepsic, Co-Trainer von TuS Germania Schnelsen. „In unserer Truppe fehlen die Leitwölfe an der sich unsere talentierten jungen Spieler hochziehen können.“ Sein Fazit: „Unser erster Fehler wird von den starken Niendorfern gleich bestraft, da fehlt es uns an Qualität, welche die Niendorfer ganz klar haben. Dann verfallen wir auf einmal in alte Muster: Wir halten den Ball zu lange, machen das Spiel langsam.“ Und er verspricht: „Im nächsten Jahr wird es hier bei uns ein anderes Konstrukt geben.“ ar

Comments are closed.