Steffi Wittenberg Foto: mf

Eine wichtige Stimme ist verstummt

Die jüdische Zeitzeugin Steffi Wittenberg ist verstorben

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Steffi Wittenberg konnte als junge Jüdin im Alter von 13 Jahren dem Nazi-Regime nach Uruguay entkommen.

 

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurde die engagierte Anti-Faschistin nicht müde, ihre Geschichte zu erzählen. Nun ist Steffi Wittenberg im Alter von 89 Jahren gestorben.

„Das Angstgefühl war da, aber ich hatte eine fröhliche Kindheit“, erinnerte sich Steffi Wittenberg im vergangenen Jahr, als sie die Schirmherrschaft für den ersten Eimsbütteler Monat des Gedenkens übernommen hatte. Seit 1972 lebte sie, nachdem sie mit ihrem Mann einige Jahre in den Vereinigten Staaten verbracht hatte, in Niendorf.

Für Steffi Wittenberg war „der Pogrom von der Nazi-Führung geplant. Das war kein spontaner Volkszorn, das war Gehirnwäsche.“

Damit so etwas nicht noch einmal passieren kann, erzählte  sie ihre Geschichte und war ihr Leben lang politisch aktiv, unter anderem in der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN).

Und weil sie nach ihrer geglückten Flucht selbst ein Flüchtling war, wurde sie nicht müde, sich für Asyl und die menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen einzusetzen. mf

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