Voller Tatendrang räumte die Klasse 2a der Schule Vizelinstraße auf den Wegen hinter der Schule auf Foto: moe

Weg mit dem Müll

Groß, klein, alt und jung – 63 000 fleißige Helfer bei „Hamburg räumt auf“

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Rund 63 000 Hamburger befreiten die Stadt von 300 Tonnen Müll. Die Stadtreinigung vermeldet damit Rekord-Zahlen für die Aktion „Hamburg räumt auf“.

 

Auch die Kinderstube Lokstedt war dabei. Ausgestattet mit gelben Handschuhen und Müllsäcken sammelten die Drei- bis Sechsjährigen mit Hilfe von Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres bei der Stadtreinigung Müll im Willinks Park. „Weil hier so viele Scherben herum liegen, können wir die Anlage mit den Kindern kaum nutzen“, so Geschäftsführerin Birgit Walendy. Mit der Aktionsteilnahme wollten das Pädagogen-Team und die Kinder für mehr Sauberkeit und Sicherheit sorgen und appellieren: „Bitte werft nicht unachtsam alles in die Büsche. Helft mit, den Park ordentlich zu halten.“

Schrauben, Essensverpackungen und Bierflaschen zählten unter anderem zur „Ausbeute“ der Klasse 2a der Lokstedter Schule Vizelinstraße. Die Jungs und Mädchen waren in Zweier-Teams auf den Wegen in der nah liegenden Kleingartensiedlung unterwegs. „Ich finde es unmöglich, was die Leute alles wegschmeißen“, so Merle (7). Carl Lino (8) fand sogar eine Gummimatte.

„So wie die Kinder sammelten auch vier Frauen des Vereins Anstoß an der Vizelinstraße Unrat auf und registrierten fassungslos, wie viel Müll und vor allem Zigarettenreste unachtsam weggeworfen wurden. Mit Überresten der besonderen Art hatte auch eine Hauseigentümergemeinschaft in Schnelsen zu kämpfen. Da sie auch dickschichtiges und vermatschtes Presslaub aus Parkbuchten und Straßenrinnen kratzten, mussten sie sich im Vorfeld gegen Vorwürfe der illegalen Laubentsorgung wehren. Das Niendorfer Wochenblatt schaltete sich ein und letztlich gab es für Anwohner Andreas Stonus und seine Mitarbeiter ganz offiziell von der Stadtreinigung Hamburg die Erlaubnis, auch kostenfrei das gesammelte Straßenlaub mit dem Müll zu entsorgen. „Uns geht es ausschließlich darum, unseren Stadtteil zu pflegen und sauber zu halten. Für unser eigenes Grün haben wir ausreichend Bio-Tonnen bei uns stehen“, so Stonus.  moe

 

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