Wo sich Osterhasen gute Nacht sagen

Heimlicher Kaninchen-Treff im Schnelsener Waldkindergarten

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Wenn es abends ruhig wird im Waldkindergarten Abenteuerland im Niendorfer Gehege bekommen die Meißner Widderkaninchen der Kinder Besuch von ihren wilden Artgenossen.

 

Seit der Gründung des Waldkindergartens (Waki) 2002 gehören die tiergestützte Pädagogik und die Betreuung der Widderkaninchen mit den charakteristisch hängenden Ohren zum festen Konzept.

Auch Thüringer Waldziegen gehören zu den tierischen Bewohnern des Waki, der Am Ree in Schnelsen beheimatet ist: „Beide Tierrassen sind vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste“, so Waki-Leiterin Sonja Sahm. „Wir sind Mitglied in der Gesellschaft zur Erhaltung alter Nutz- und Haustierrassen und leisten so unseren Beitrag zum Schutz dieser Tiere.“  Kinder lernen den Umgang mit den Tieren in der Natur und werden für ihre Umwelt sensibilisiert.

Tierische Gemeinschaft

Auch die wilden Artgenossen der Widderkaninchen gehören dazu: „Wildkaninchen haben eine Wohngemeinschaft mit unseren Ziegen gebildet und ihren Bau unter dem Ziegenwagen angelegt“, freut sich Sonja Sahm. „Am Morgen und gegen Abend kann man beobachten, wie die Wildkaninchen am Zaun stehen und mit den Meißner Widdern mümmeln.“

Neben den Wildkaninchen hoppeln auch die größeren Feldhasen im Niendorfer Gehege – laut Förster Sven Wurster sind sie gern gesehen und liebe Waldbewohner. Problematisch könne nur eine Überpopulation werden,  da dann zu viele junge Gewächse in Wurzelnähe angeknabbert würden.

Kein Ostergeschenk!

Cordula Wellmann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beobachtet im Frühling häufig, dass Kaninchen zu Ostern verschenkt und dann im Gehege ausgesetzt werden und rät dringend, sich den Kauf eines lebendigen Osterhasens gut zu überlegen.  mf

 

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