Horst Grigat Foto: mf

Abschied von Horst Grigat

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„Unser Leben ist endlich. Ich befinde mich bereits in der Abschiedsphase.“ Mit der großen  Familie und mit vielen Freunden hat Horst Grigat im Herbst 2014 seinen 94. Geburtstag gefeiert und sich zugleich verabschiedet.

 

Der frühere Lehrer und  Rektor der Schule Frohmestraße (1952-1983) überlebte seine  Geburtstags- und Abschiedsfeier noch rund fünf Monate, starb am 17. März.

In den 1950er Jahren nach Flucht, Vertreibung, Kriegsgefangenschaft hatten die Grigats in Niendorf ihr Zuhause gefunden.

Der Lokalhistoriker

Horst Grigat, geboren in dem kleinen ostpreußischen Bauerndorf Albrechtshöfen, Kreis Insterburg, war auch außerhalb seines Lehrerberufes  vielseitig interessiert und engagiert: Er war Archivar, Lokalhistoriker, schrieb Stadtteilchroniken über Schnelsen, Niendorf und Lokstedt – Nachschlagewerke, die auch für die Redaktion des Niendorfer Wochenblatts bei Recherchen sehr hilfreich waren und sind. Es lag   nahe, dass Horst Grigat 2011 zum  Gründungsmitglied des Forum Kollau wurde, dem Geschichtsverein  für Lokstedt, Niendorf, Schnelsen.

Grigat forschte, stellte zum Beispiel Dokumentationen über seine ostpreußische Heimat zusammen, über deutsche Geschichte, Friedensbewegungen, schrieb die Familiensaga auf, erinnerte in einer weiteren Dokumentation der Toten des Zweiten Weltkrieges aus Lokstedt,  Niendorf, Schnelsen, aus dem Kreis Insterburg. Trotz bereits fortgeschrittenen Alters arbeitete  Horst Grigat am PC. Für seine lokalhistorischen Arbeiten ehrte der Zentralausschuss Hamburgischer Bürgervereine Horst Grigat 2003 mit dem Portugaleser in Bronze, der höchsten Auszeichnung der Bürgervereine.

Der Lebensmittelpunkt bis zuletzt war für Horst Grigat seine Großfamilie: Um ihn trauern seine Frau Elisabeth, drei Söhne und deren Familien, eine große Enkelschar, ein Urenkel sowie sein großer Freundeskreis. as

 

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