Trauer um Wolfgang Busse

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Wolfgang Busse ist tot. Der Niendorfer Kaufmann verstarb am 14. März 2015 im Alter von 79 Jahren.

 

Wolfgang Busse war mit Leib und Seele Kaufmann und Einzelhändler, hatte seinen Beruf von der Pike auf gelernt. Mit seiner Frau Ruth übernahm der Niendorfer 1965 das elterliche Geschäft für Eisen- und Haushaltswaren, das 1931 im Dorfzentrum gegründet worden war. Niendorf wuchs nach dem Krieg enorm, und die Busses hatten 1969 das alte Wohn- und Geschäftshaus durch einen modernen Neubau ersetzt, waren offen für neue Trends. Das Fachgeschäft Busse Tafel & Küche am Tibarg 5 bot ein großes Sortiment für den zeitgemäßen Haushalt.

Die Entwicklung des Einkaufstandortes  lag Wolfgang Busse naturgemäß am Herzen. Von 1978 bis 1983 war er Vorsitzender der  Arbeitsgemeinschaft Tibarg, führte sie durch die schwierigen Zeiten des U-Bahnbaus, der in offener Bauweise mitten durch den Tibarg ging. Er war kein Mann der lauten Töne, aber konstruktiv und beharrlich in der Zusammenarbeit mit Behörden und  Kommunalpolitik, wenn es darum ging, den Ti-barg für die Zukunft zu entwickeln. So favorisierte er Pläne zur Verlegung des Wochenmarktes in den Tibarg-Süd zu dessen Belebung. Das Projekt scheiterte zu seinem Leidwesen unter anderem am Nein der Marktleute.

Auf seine Initiative veranstaltete die AGT im Mai 1980 die erste Autoschau auf dem Tibarg – bis heute eine erfolgreiche Veranstaltung.

In dem vom Forum Kollau inszenierten Dokumentarfilm über das alte Niendorf war Wolfgang Busse einer der Protagonisten, war Mitte Februar auch bei der Premiere noch dabei. Er berichtet als Zeitzeuge darin anrührend über den Strukturwandel des Handels, dem auch und besonders die inhabergeführten Fachgeschäfte unterworfen sind. So gaben auch die Busses – durchaus schweren Herzens – 2002 ihr erfolgreiches Traditionsgeschäft auf und gingen in den Ruhestand.

Wolfgang Busse hinterlässt seine Frau, Sohn und Tochter und deren Familien mit vier Enkelkindern.  as

 

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