Ausgezeichnet Wehrführer Stefan Hertzog überreicht Dieter Kleemann die Trophäe zum Dienstjubiläum und -abschluss Foto: tif

45 Jahre als Retter unterwegs

Dieter Kleemann löscht seit seinem 18. Geburtstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf

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Mit 63 ist für Dieter Kleemann leider Schluss im aktiven Dienst. Drei weitere Familienmitglieder bleiben der Feuerwehr erhalten.

 

„Es gab ja noch keine Jugendfeuerwehr, also konnte ich erst an meinem 18. Geburtstag eintreten“, bedauert Dieter Kleemann, der am vorigen Mittwoch sein 45. Dienstjubiläum und seinen letzten Tag als Aktiver bei der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf feierte. Die Altersgrenzen sind streng geregelt: Damals durfte er nicht früher anfangen, heute ist mit 63 Jahren Schluss im aktiven Dienst. Aber Kleemann bleibt den Brandschützern als passives Mitglied erhalten, auch der Rest der Familie ist begeistert von der Feuerwehr. Kleemanns jüngerer Bruder Jürgen ist schon seit 1972 dabei und die Nichte Sara ist eine der beiden Frauen neben 21 aktiven Männern in Niendorf. Kleemanns Sohn Florian ist umzugsbedingt zur Feuerwehr Norderstedt gewechselt.

In 45 Jahren ergaben sich viele kleinere Einsätze, aber auch einige spektakuläre: Einer der beeindruckendsten war die Notlandung eines Passagierjets auf der A7 bei Hasloh 1971, bei der die Maschine in Brand geriet. 99 Menschen konnten gerettet werden, 22 starben. Trotzdem sagt Kleemann: „Das war ein ganz normaler Einsatz für mich.“ Beim Heidebrand 1975 geriet er selbst in Lebensgefahr kam aber heil aus den Flammen heraus.

Von den Aktiven wechselt Kleemann nun zu den Ehrenkameraden. Auch beruflich tritt er bald kürzer. 30 Arbeitstage fehlen noch bis zur Pensionierung. Der Arbeitsort könnte kaum passender sein – die Hamburger Feuerkasse. tif

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