Es wird eng für vier Personen - Annette Jankowski gehört zum Unterkunftsmanagement und bezieht hier Betten Foto: tif

320 Asylsuchende ziehen jetzt ein

Erstaufnahmeeinrichtung in der Niendorfer Straße hat am Montag mit viel solidarischer Hilfe eröffnet

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Seit Montag dieser Woche sind die ersten Asylbewerber in der neuen Unterkunft angekommen. 14 Festangestellte sichern den Ablauf – und 260 Ehrenamtliche engagieren sich.

 

Die Container sind aufgestellt, die Betten bezogen. Das Außengelände sieht noch wüst aus, aber die 320 Flüchtlinge in der neuen  Erstaufnahmeeinrichtung (EA) in der Niendorfer Straße haben zumindest ein festes Dach über dem Kopf. Jeweils vier Personen werden in einem Zimmer untergebracht, ein Babybett kann auch noch Platz finden. Auf drei Monate ist der Aufenthalt der Asylbewerber in der EA angelegt, während dieser Zeit soll über die Asylanträge entschieden werden. Für die Folgeunterbringung müssen die Flüchtlinge dann noch einmal umziehen.

Die Einrichtung in der Niendorfer Straße ist die achte Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg, mehr als 4 000 Personen sind auf die Standorte verteilt. Die meisten Asylbewerber kommen zurzeit aus Syrien, Afghanistan und dem Kosovo. „Das sind vor allem Familien und alleinstehende Männer“, weiß die Bereichsleiterin Melanie Anger. Aber auch schwangere Frauen sind darunter und werden versorgt. Für sie ist eine Müttersprechstunde mit Hebammen in Vorbereitung, wo es medizinisch notwendig ist, soll es Akutsprechstunden und Traumatherapie geben. Die Schulkinder werden vom ersten Tag an unterrichtet, die Kleineren bekommen ein Betreuungsangebot. Auf dem Außengelände wird ein Spielplatz entstehen.

Die vielen ehrenamtlichen Helfer hat vor allem die Niendorfer Kirchengemeinde unter der Leitung von Pastorin Maren Gottsmann zusammengetrommelt. Sie organisieren etwa die Kleiderkammer oder geben Deutschkurse. „Diese Arbeit wäre für die Festangestellten nicht zu schaffen, die kümmern sich um die soziale Betreuung“, sagt die Teamleiterin Martina Gosch. Die hohe Zahl der freiwilligen Helfer und der Kleiderspenden bezeugen die Solidarität der Niendorfer mit den Asylbewerbern. tif

 

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