Eine Kiste Bananen gibt’s am Obststand für Lisa-Marie de Raad (re.) und ihre Mitsammlerinnen Alexandra Meyer (Mitte) und Jimena Luck (li.). Foto: mf

Lokstedter Lebensmittelretter

In Lisa-Marie de Raads WG werden übrig gebliebene Nahrungsmittel verteilt – mitmachen kann jeder

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Eine bunte Mischung aus Ingwer, Paprika, Gnocchi, Bananen und Tomaten türmt sich im Handwagen von Lisa-Marie de Raad. Die Lokstedterin sammelt zusammen mit Mitstreitern der Initiative Foodsharing auf dem Isemarkt Lebensmittel.

 

Die frischen, aber nicht verkauften Nahrungsmittel können regelmäßig in der WG der 26jährigen im Deelwisch abgeholt werden. „Dann tummeln sich 20 bis 50 Leute in unserer Küche“, erzählt Lisa-Marie de Raad. „So kann ich verhindern, dass Lebensmittel verschwendet werden und lerne außerdem Menschen kennen, die ich sonst nie getroffen hätte.“ In ihrer Küche sind so schon Freundschaften entstanden.

Offen für alle

De Raad ist eine von rund 430 Hamburger Foodsavern oder Lebensmittelrettern, die über die Initiative foodsharing.de organisiert sind. Gesammelt wird auf Wochenmärkten, in Supermärkten und Bäckereien aber auch in Drogerien und Blumenläden. „Wir wollen keine Konkurrenz zur Hamburger Tafel sein und holen dort ab, wo die Tafel nicht abholt“, so de Raad. Der Initiative geht es in erster Linie darum, dass die Lebensmittel gegessen werden: „Bedürftigkeit muss niemand nachweisen. Zu uns kommen alle Schichten und Altersgruppen.“

Lisa-Marie de Raad, die seit dem Herbst vergangenen Jahres als Foodsaverin aktiv ist, besucht an diesem Dienstag auf dem Isemarkt 15 Stände. „Im Sommer kommt meistens mehr zusammen“, sagt sie mit Blick auf ihren Handwagen. Auf das Verteilen in ihrer Küche freut sie sich trotzdem schon. mf 

 

Für Mitmacher

 

Lisa-Marie de Raad gibt auf www.foodsharing.de bekannt, wann in ihrer WG im Deelwisch Lebensmittel abgeholt werden können. Auch Lebensmittelspenden sind willkommen. Wer selbst Foodsaver werden, eine Sammelstelle einrichten oder Lebensmittel zur Verfügung stellen möchte, findet ebenfalls alle Informationen auf www.foodsharing.de. Hier sind auch alle Sammelstellen zu finden. Wer Lebensmittel sammeln möchte, muss nicht viel Zeit, aber Zuverlässigkeit mitbringen. Die Initiative weist Neueinsteiger ein.

 

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