Vier für Hamburg

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Die Wahl ist vorbei, jetzt beginnt die Aufarbeitung: Im Wahlkreis 7 Lokstedt, Niendorf, Schnelsen ziehen  außer der erfahrenen SPD-Abgeordneten Dr. Monika Schaal drei neue Gesichter in die Bürgerschaft ein.

Grund zum Strahlen hat die Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Monika Schaal. Die 69-Jährige zieht einmal mehr mit einer überwältigenden Mehrheit von 39 214 Stimmen und dem fünftbesten Ergebnis im Wahlkreisvergleich in die Bürgerschaft ein. „Ich habe mich sehr über das Wahlergebnis gefreut und möchte mich sehr herzlich für das Vertrauen bedanken, das die Wählerinnen und Wähler der SPD und auch mir persönlich erneut entgegengebracht haben“, sagt Schaal im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt.

In der kommenden Legislaturperiode will sich die Lokstedterin mit starkem Niendorfbezug um den Fluglärmschutz, den Schutz des Niendorfer Geheges,   Erhalt und Pflege des Grüns, Barrierefreiheit,  Stärkung von Zentren und Förderung von Vereinen in ihrem Wahlkreis kümmern. Schaal: „So wie ich es auch vor der Wahl gesagt hatte.“

Ihr zur Seite steht künftig ein weiterer sozialdemokratischer Abgeordneter, der sich von seiner Wahl selbst überrascht zeigte. „Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, schließlich war ich keiner der Spitzenkandidaten“, sagt Marc Schemmel (15 123 Stimmen). Dennoch freue er sich sehr auf die anstehende Aufgabe, auch wenn dies gleichzeitig bedeute, dass er sich aus der Bezirksversammlung und dem Regionalausschuss Lokstedt, dem er seit 1998 angehört, zurückziehen muss. „Ich will mich aber natürlich auch als Bürgerschaftsabgeordneter gerne weiterhin um die wichtigen Themen aus Lokstedt, Niendorf und Schnelsen kümmern “, so Schemmel.

In der Opposition

Und auch auf ihn werden Bezirksversammlung und Regionalausschuss künftig verzichten müssen: Carsten Ovens (26 760 Stimmen). Der Landesvorsitzende der Jungen Union Hamburg lässt sich von dem katastrophalen Wahlergebnis seiner CDU nicht entmutigen und will auch aus der Opposition heraus Zeichen setzen: „In der kommenden Legislaturperiode möchte ich fortsetzen, wie ich seit vielen Jahren als Bezirksabgeordneter arbeite: im Dialog vor Ort, Probleme in den Stadtteilen gemeinsam besprechen und Lösungen finden bzw. auf den Weg bringen“, sagt er. Das Ziel der Partei müsse sein, die bürgerliche Mitte wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen und verstärkt an der  Kommunikation zu arbeiten. Ovens: „Dazu werden wir Partei und Fraktion neu aufstellen müssen, inhaltlich, organisatorisch und personell.“

Große Pläne hat auch Anna Gallina, Jahrgang 1983, von den Grünen, die sich mit 20 683 Stimmen ebenfalls ein Mandat im Wahlkreis 7 sichern konnte: „Das Wahlrecht macht es für Kandidierende immer spannend. Ich freue mich sehr über das Ergebnis“, betont die studierte Politologin, die sich seit ihrem zwölften Lebensjahr politisch engagiert. „Nun möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir Hamburgs Nachwuchs noch stärker in den Fokus nehmen: Dazu gehören die Frage von guten Kitas, Schulen und Universitäten ebenso wie die Frage von bezahlbarem Wohnen. Außerdem ist es mir wichtig, dass Bürgerbeteiligung in vielen Prozessen frühzeitig und regelhaft stattfindet.“ cs

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