Die „Stars“ des ersten Dokumentarfilms über Niendorf sind Wolfgang Busse, die Schwestern Timm, Horst Moldenhauer und Dieter von Specht (v.re.) Foto: tif

Es war einmal in Niendorf

Ein beeindruckender Film über den Stadtteil

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Bis auf den letzten Platz gefüllt war die große Aula des Gymnasiums Bondenwald bei der Premiere des Dokumentarfilms „Es war einmal in Niendorf“. Die rund 290 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Kultur waren begeistert. Immerzu waren leise Kommentare zu hören: „Ach ja, so sah das dort früher aus“ oder „Den kannte hier jeder.“

 

Acht Niendorfer Originale hat die Fotografin und Multimedia-Künstlerin Dörthe Hagenguth für ihren Film interviewt. In der ruhigen, rund einstündigen Dokumentation berichten Zeitzeugen ausführlich von der Entwicklung ihres Dorfes zum Stadtteil und bis heute. Witziges kommt da zu Tage, wenn die vier Schwestern vom Timm‘schen Hof erzählen, wie ihre Schweine einmal den Straßenbahnverkehr lahmlegten. Dann wird es anrührend bei der Schilderung der Bombennächte. Dieter von Specht, Enkel des Barons von Berenberg-Gossler, zeigt die Entwicklung des Niendorfer Geheges. Die Familie des Architekten Hans-Joachim Jürs betrieb über Generationen die Friedhofsverwaltung und ist eng mit dem Stadtteil verbunden. Wolfgang Busse lenkt am Beispiel des von seinem Vater gegründeten Eisenwarenladens den Blick auf den Handel, dessen Aufstieg nach dem Krieg und die Veränderungen seit der Jahrtausendwende. Horst Moldenhauer, der spätere langjährige Chef der Freiwilligen Feuerwehr, hat in seiner Kinderzeit viele „Dorfgeschichten“ erlebt und weiß sie spannend zu erzählen.Und immer wieder werden die spannenden Geschichten mit historische Bilder untermalt. 

Ausverkauft

In Auftrag gegeben wurde das Filmprojekt vom Forum Kollau, dem Verein für die Geschichte von Lokstedt, Niendorf und Schnelsen, die Produzentin Dörthe Hagenguth – einst Redakteurin beim Niendorfer Wochenblatt – hat es beeindruckend umgesetzt.

Am 11. Februar, dem vierten Gründungsgeburtstag des Forum Kollau lief die Premiere. Die nächste Vorführung am Donnerstag, 5. März um 19 Uhr in der Niendorfer Bücherhalle ist bereits ausverkauft, mit Glück gibt es Karten noch an der Abendkasse. tif

 

Nächste Aufführung: „Es war einmal in Niendorf“, So. 12. 4., 15 Uhr, Magazin Filmkunsttheater Winterhude, Fiefstücken 8a, Tel. 511 39 20

 

Die DVD

Erhältlich für 10 Euro beim Niendorfer Wochenblatt, Tibarg 30, Niendorf und Büchereck Niendorf Nord, Nordalbingerweg 15. Im Versand (zzgl. 3 Euro) per E-Mail bestellbar über info@forum-kollau.de

 

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