Das Lokalduell

Kruse gegen Heintze: Beide wollen CDU-Landeschef werden

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Was für ein Paukenschlag: Nachdem der CDU-Landesvorsitzende Marcus Weinberg mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus dem Wahldebakel gezogen hat, haben sich mit Rüdiger Kruse und Dr. Roland Heintze gleich zwei Kandidaten für seine Nachfolge in Position gebracht. Das Prekäre: Beide kommen aus dem CDU-Ortsverband Lokstedt- Niendorf-Schnelsen.

 

Mit Wochenblatt-Redakteurin Christina Sluga sprachen die Christdemokraten über ihre  Kandidatur und die Beweggründe.

 

Niendorfer Wochenblatt: Die Hamburger CDU nach dem Wahldebakel wieder auf Kurs zu bringen, dürfte eine Herkules-Aufgabe sein. Warum wollen Sie sich das antun?

Rüdiger Kruse: Es stimmt, es ist keine kleine Aufgabe. Aber ich denke gern in Möglichkeiten und ich sehe viel Potential für die Union, wenn sie ein klares Angebot macht.

Dr. Roland Heintze: Jetzt müssen alle mit anpacken, um die CDU wieder auf Kurs zu bringen. Dem Landesvorsitzenden kommt dabei eine besondere Rolle zu. Hier möchte ich meine Erfahrung und Fähigkeiten einbringen.

 

NW: Wie soll die CDU unter Ihrer Führung das Vertrauen der Hamburger zurückgewinnen?

Kruse: Indem wir als CDU wieder ein Leitbild für die Entwicklung der Stadt liefern. Ein Projekt, das aufzeigt wovon Hamburg morgen leben kann und das attraktiv für alle Hamburger ist.

Heintze: Wir müssen die Niederlage annehmen und ich möchte erst einmal viel zuhören, um herauszufinden, was den Menschen in Hamburg wirklich wichtig ist. Darauf aufbauend brauchen wir wieder eine klar erkennbare bürgerliche Positionierung. Hier erscheinen mir die Themen Wirtschaft und Innere Sicherheit sowie die Kern-DNA der CDU besonders wichtig. Darüber möchte ich eine Allianz für den Standort Hamburg schmieden.

 

NW: Was hat Sie zu der Kandidatur für den Landesvorsitz bewogen?

Kruse: Die Herausforderung, die die unentbehrliche Wiederbelebung meiner Partei darstellt und die Aufforderung sehr vieler, das Amt zu übernehmen.

Heintze: Mir ist die CDU wichtig. Gerade in Zeiten von Rot-Grün braucht Hamburg eine starke bürgerliche Kraft wie uns. Ich habe die nötige Zeit, gute Ideen und bin vor Ort, alles drei möchte ich an verantwortlicher Stelle einbringen.

 

NW: Nun haben zwei Kandidaten aus dem CDU-Ortsverband Lokstedt-Niendorf-Schnelsen ihren Hut in den Ring geworfen. Wie finden Sie das und wer hat die besseren Chancen?

Kruse: Ich kenne Roland sehr lange, er ist mein Stellvertreter im Ortsverband und ich will unsere Zusammenarbeit fortsetzen. Wir haben beide unsere Fähigkeiten und unsere Chancen. Das Wichtigste ist, dass die CDU Hamburg zeigt, dass sie erfolgreich sein kann.

Heintze: Ich freue mich auf den Wettbewerb. Wir arbeiten seit Jahren gut zusammen. Rüdiger Kruse ist eine wichtige Stütze der CDU-Bundestagsfraktion und das muss er auch bleiben. Ich rechne mir gute Chancen aus, da ich die nötige Zeit mitbringe, kommunikationsstark und in Hamburg vor Ort  bin sowie die Partei gut kenne. Hinzu kommt die bisher durchweg positive Resonanz auf meine  Bewerbung.             cs

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