Dick eingepackt Wann die Amsinck-Villa ihre Hüllen fallen lässt steht noch nicht fest, aber im Sommer könnte zumindest mit den Bauarbeiten begonnen werden Foto:cs

Was geschieht mit der Villa?

Regionalausschuss fordert die öffentliche Vorstellung des Nutzungskonzepts

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Es hatte den Anschein einer nie endenden Geschichte, aber nun wird das letzte Kapitel aufgeschlagen: Die jahrzehntelange Suche nach einem tragfähigen Nutzungskonzept für die einstige Sommerresidenz des Hamburger Kaufmanns Wilhelm Amsinck im Lokstedter Amsinck- Park hat offenbar ein Ende gefunden.

 

Die Rudolf-Ballin-Stiftung will die denkmalgeschützte Villa in Lokstedt zur Kindertagesstätte für knapp 90 Kinder umbauen (wir berichteten). Der Plan: Die Stiftung mietet die geschichtsträchtige Immobilie vom Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen. Die SAGA übernimmt die Verwaltung des Gebäudes. Ein entsprechendes Nutzungskonzept wurde den Mitgliedern des Regionalausschusses Lokstedt erstmals im April 2012 während einer nicht öffentlichen Sitzung vorgestellt. Nun soll endlich auch die Öffentlichkeit über die Pläne informiert werden – das forderten zumindest Marc Schemmel (SPD) und Lisa Kern (Grünen) in einem gemeinsamen Antrag für ihre Fraktionen, dem die übrigen Mitglieder ohne Gegenstimmen folgten. 

„Wir warten auf die Einladung des Regionalausschusses, um unser Vorhaben dort vorzustellen und mit den Politikern und interessierten Bürgern zu diskutieren. Auf die offene Aussprache freuen wir uns“, sagte Harald Clemens, Geschäftsführer der Rudolf-Ballin-Stiftung im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt. Geplant sei, die Villa in den Randzeiten der Kita zu unterzuvermieten und für generationenübergreifende Projekte zu öffnen. Lesungen, Yoga-Kurse, Senioren-Café – all dies ist laut Clemens denkbar. Zudem setze er auf enge Kooperation mit benachbarten Bildungseinrichtungen und Bürgervereinen.

In komplett trockenen Tüchern ist das Projekt indes noch nicht. Der Bauantrag ist eingereicht, der Mietvertrag liegt zur Unterschrift bereit. Aber: „Es gibt noch einige wenige Punkte zu klären, aber wir werden dran bleiben“, verspricht Clemens. Wenn nichts dazwischen komme, könne im Sommer dieses Jahres mit den Umbauten begonnen werden und die Jungen und Mädchen der Kita ein Jahr später einziehen.  Clemens: „Ich denke, dass die Amsinck-Villa nicht nur ein sinnvolles sozial- und bildungspolitisches Konzept bekommt, sondern auch auf wirtschaftlich sichere Beine gestellt wird.“ cs

 

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