Im Laub und in der Dunkelheit sind Köder besonders schwer zu erkennen Foto: mf

Angst vor Giftködern

Niendorfs Hunde-Besitzer sind alarmiert, doch Vergiftungsfälle sind noch nicht bekannt

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Unter Niendorfs Hundehaltern herrscht Beunruhigung: In den Grünanlagen warnen Schilder vor Giftködern. Der Polizei sind jedoch keine Fälle von vergifteten Hunden bekannt. Panikmache oder berechtigter Grund zur Sorge?

 

Nichtoffizielle Schilder warnen vor vergiftetem Fleisch im kleinen Park zwischen Sethweg und Hildesheimer Stieg, im Bondenwald und den angrenzenden Straßen Wieddüp, Martensgehölz, Jagdgrund und Hegereiterweg sowie im Bereich Nienkamp und Siebensternweg. Hier sei ein Border Collie nur durch das schnelle Eingreifen seines Frauchens gerettet worden, erzählt Anwohnerin Brigitte Wüstefeld. Der Polizei liegen jedoch bislang keine Anzeigen vor: „Das Auslegen vergifteter Köder ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz“, so Polizei-Pressesprecher Holger Vehren.  Hundebesitzer, die einen Köder finden, sollten diesen sicherstellen und zur Polizei gehen. „Auch der Tierarzt wird bei dem Verdacht einer vorsätzlichen Vergiftung Anzeige erstatten“, so Vehren weiter und rät: „Hundebesitzer sollten verstärkt darauf achten, dass ihre Tiere nichts fressen.“  Auch Claudia Stück vom Hamburger Tierschutzverein rät Hundebesitzern, besonders auf ihre Tiere zu achten, wenn Giftköder gemeldet werden: „Man sollte sich immer fragen: Schnüffelt der Hund noch oder kaut er schon? Wenn er ungewöhnlich lange schnüffelt, sollte er sofort abgerufen werden. Das kann man antrainieren.“ Stück warnt aber auch vor einer Hysterie. Über spezielle Websites wie www.giftkoeder-radar.com könne man sich über Fundorte informieren. „Der Wahrheitsgehalt ist allerdings nicht kontrollierbar“, so Stück. mf

 

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