Wird aufgegeben Der Standort der Anna-Warburg-Schule am Tibarg 38 Foto: cs

Alle an einem Tisch

Regionalausschuss: Auftakt zur Weiterentwicklung des Tibargs

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Gute Lage, großes Potenzial: Das Grundstück der Anna-Warburg-Schule im Niendorfer Tibarg 38 darf getrost als „echtes Filetstück“ bezeichnet werden.

 

Wenn die Zweigstelle der Bildungseinrichtung zugunsten einer Stärkung des Schulstandortes am Niendorfer Marktplatz zum Schuljahr 2016/2017 aufgegeben wird (wir berichteten), bieten sich dort nicht nur vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, sondern auch die Chance, die Attraktivität des Tibargs zu steigern. Denn, so teilte Bezirksamts-Mitarbeiter Rolf Schuster während der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses mit, bei der Neugestaltung will sich der Bezirk  nicht ausschließlich auf das Schulgelände konzentrieren, sondern den gesamten Bereich mit einzubeziehen, der außer zu Wochenmarktzeiten nur wenig „Laufverkehr“ zu verzeichnen hat.

Gesamtkonzept

Das Ziel: Für das Areal um das ehemalige Ortsamt, das Kundenzentrum, den Wochenmarkt und das Schulgelände ein stimmiges Gesamtkonzept zu realisieren. Allerdings: Die betreffenden Einrichtungen haben verschiedene Eigner. Das ehemalige Ortsamt befindet sich mittlerweile im Privatbesitz, die Stadt hat dort einen Mietvertrag bis 2021. Das Kundenzentrum gehört indes der SAGA, während sich das Grundstück der Anna-Warburg-Schule im Eigentum der Finanzbehörde befindet. „Alle Beteiligten sind selbstverständlich in die Planungen von Anfang an mit einbezogen“, betonte Schuster.

                 

Viele Varianten für zukünftige Nutzung vorstellbar 

 

Für das Schulgebiet ist laut Bezirksamt eine künftige Ausweisung als Kerngebiet vorstellbar, in dem Handelsbetriebe, Gastronomie sowie zentrale Einrichtungen der Wirtschaft und der Verwaltung angesiedelt werden können. „Eine reine Wohnbebauung ist an dieser Stelle aufgrund der Fluglärmschutzzone nicht möglich, eine Form des untergeordneten Wohnens jedoch denkbar“, so Schuster. „Wir gehen offen und ohne vorgefertigte Planungen in die Öffentlichkeitsbeteiligung.“ In einem ersten Schritt sollen ausgewählte Schlüsselpersonen –  Interessenten, Vertreter des BID sowie weitere Akteure im Stadtteil – zu ihren Vorstellungen und Wünschen befragt werden. Eine entsprechende Liste wird dem Regionalausschuss zu seiner nächsten Sitzung vorgelegt. Der zweite Schritt sieht nach Willen des Bezirksamts eine breite Beteiligung der interessierten  Öffentlichkeit vor „etwa in Form eines Workshops, zu dem auch Kinder- und Jugendliche eingeladen werden“, berichtete Schuster.

Alle Fraktionen im Regionalausschuss zeigten sich mit dem geplanten Vorgehen der Verwaltung einverstanden  und nicht nur die. Auch Quartiersmanagerin Nina Häder lobte im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt das Vorgehen: „Uns ist es natürlich wichtig, als BID gehört zu werden“, sagte sie. Der BID habe seinerseits kürzlich eine Standortanalyse zu bisherigen Maßnahmen und der Zukunft des Tibarg  in Auftrag gegeben: „klar, dass die veränderte Situation im Tibarg 38 in die Untersuchung mit eingeflossen ist.“ Die Ergebnisse sollen im Anschluss an eine Grundeigentümerversammlung im Februar in einer öffentlichen Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt vorgestellt werden. cs

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