Informierten über die ZEA Maren Gottsmann (li.) und Bärbel Dauber Fotos: mf

Einfach mitmachen

Die Niendorfer bereiten sich auf die Flüchtlingshilfe vor

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Wenn die Zentrale Erstaufnahmestelle (ZEA) für Flüchtlinge Ende Februar in der Niendorfer Straße 99 öffnet, sind die ehrenamtlichen Helfer aus Niendorf bestens vorbereitet.

 

Beim zweiten Helfer-Treffen wurden wichtige Fragen geklärt. Rund 150 Interessierte und ehrenamtliche Helfer kamen am 5. Januar zum zweiten Vorbereitungstreffen der Initiative „Wir für Niendorf“ in die Kirche am Markt. Pastorin Maren Gottsmann hatte Melanie Anger, Bereichsleiterin für die ZEA beim Träger fördern und wohnen und die erfahrene ehrenamtliche Helferin Bärbel Dauber eingeladen, die viele brennende Fragen beantworten konnten.

„320 Flüchtlinge in der Niendorfer Straße sind eine sehr überschaubare Anzahl“, erklärte Melanie Anger gleich zu Beginn. „In der ZEA Schnackenburgsallee leben viermal so viele Menschen.“ Erste Anlaufstelle für Flüchtlinge ist die Harburger Poststraße, dort werden die Menschen interviewt und medizinisch untersucht. Im Anschluss wartet ein etwa dreimonatiger Aufenthalt in einer der drei Hamburger ZEA Sportallee, Schnackenburgsallee oder ab Ende Februar Niendorfer Straße. Der Tagesablauf in der Niendorfer Straße ist geregelt. Mahlzeiten werden geliefert, für Kinder besteht vom ersten Tag an die Schulpflicht und für Drei bis Sechsjährige ist eine halboffene Kinderbetreuung vorgesehen. Fünf Sozialarbeiter und ein Sicherheitsdienst sind vor Ort, es ist eine allgemeinmedizinische und eine kindermedizinische Versorgung sowie eine traumatherapeutische Sprechstunde geplant.

Für Kinder sind auf der Außenfläche ein Spiel- und ein Bolzplatz vorgesehen, fünf Räume stehen für Angebote von Ehrenamtlichen wie Kinderbetreuung, Spiele mit Erwachsenen, Musizieren oder Deutschunterricht  zur Verfügung. „Da sich die Unterkunft in einem Überschwemmungsgebiet befindet, wurde leider sehr eng geplant“, bedauert die Bereichsleiterin und verspricht, einen Antrag auf Aufstockung bei der Innenbehörde zu stellen. „Am besten einfach mitmachen“, rät Bärbel Dauber. „Das sind Menschen wie du und ich, sie kommen einfach nur aus anderen Ländern. An die hohe Fluktuation in einer Erstaufnahme müsse man sich jedoch gewöhnen: „Viele Menschen, die man ins Herz geschlossen hat, sind plötzlich weg.“ mf

 

Info für Ehrenamtliche

Freiwillige Helfer schließen einen Ehrenamtlichen-Vertrag mit fördern und wohnen (f+w) ab und sind während ihrer Tätigkeit versichert. Dafür ist ein Führungszeugnis notwendig, die Gebühren werden von f+w erstattet. Für den Zugang zur ZEA erhalten Ehrenamtliche einen Besucherausweis. Weitere Infos bei Pastorin Maren Gottsmann, Tel. 320 918 68 und E-Mail niendorferstrasse@kirche-in-niendorf.de.

 

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