Kraterlandschaft Die Promenadenstraße in Niendorf braucht die Grundsanierung Foto: tif

Bäume oder Parkplätze

Die Anwohner sind unzufrieden mit dem Ergebnis der Planungen

Archiv| Views: 94

 

In diesem Jahr wird die Promenadenstraße am Neuen Friedhof Niendorf saniert. Dafür sollen Bäume fallen. Anwohner protestieren dagegen.

 

Seit Jahren steckte die Stadt Hamburg immer mal wieder Geld in Ausbesserungsarbeiten für die Promenadenstraße. Doch der Zustand der Fahrbahn blieb über die Jahre desolat, Gehwege sind über weite Strecken nicht vorhanden. Es wird Zeit für die „erstmalige endgültige Herstellung“ der Straße, wie es im holprigen Behördendeutsch heißt. Die Stadt hat einen großen Vorteil bei dieser Grundsanierung: Die Kosten zahlen zu 90 Prozent die Anwohner. Der dringend notwenige Bau ist beschlossen, dagegen regt sich kein Widerstand. Der Kostenanteil der Anlieger richtet sich nach der Grundstücksbreite der Straßenseite, da macht das zur Kirchengemeinde gehörende Friedhofsgelände die größte Strecke aus.

„Wir hatten mit wesentlich höheren Kosten gerechnet, darum sind wir soweit ganz zufrieden“, sagt Hans-Rüdiger Eisermann von der Anwohnerinitiative, aber die betroffenen Bewohner ärgern sich über das Ergebnis der Planung: Ab dem Friedhofseingang, also zur Hälfte der Straße, soll die Promenadenstraße Richtung Norden als Einbahnstraße weitergeführt werden. Das bedeutet, dass der Alwin-Lippert-Weg zur Sackgasse wird und einen Wendehammer benötigt. Dafür müssten mindestens vier Bäume gefällt werden. Für die schnelle Zufahrt der dort stationierten Rettungswagen des ASB zum Garstedter Weg müsste eine Notfahrbahn gebaut werden.

Vor Ort Schemmel und Eisermann an der Stelle, wo der Wendehammer entstehen soll Foto: tif

Thema im Ausschuss

Die Anwohner möchten zugunsten einer breiteren Fahrbahn lieber auf die geplanten Parkbuchten verzichten, dann könnte der Zweirichtungsverkehr bestehen bleiben. Eisermann hatte sich im vergangenen Herbst an den SPD-Abgeordneten im Regionalausschuss Lokstedt, Marc Schemmel, gewandt, der einen entsprechenden Antrag in die Bezirksversammlung einbrachte.

Die Planung ist inzwischen teilweise im Sinne der Anwohner revidiert worden: Auf der Friedhofseite wird ein genügend breiter Gehweg entstehen und etliche Parkplätze sind gestrichen worden. Strittig bleiben die Einbahnstraßenregelung und die zu fällenden Bäume. „Wir hoffen, dass das Fachamt bis zur nächsten Sitzung des Regionalausschusses schlüssig darlegen kann, ob es den Wünschen der Anlieger entsprechen kann“, sagt Schemmel. Die Prüfungsergebnisse des Bezirksamtsleiters hierzu stehen seit dem 30 Oktober 2014 aus. tif

 

Info

Die Einbahnstraßenregelung soll der Verkehrsberuhigung dienen. Parkplatz suchende Friedhofsbesucher würden dann am Eingang wenden, um nicht den großen Bogen um den ganzen Friedhof herum fahren zu müssen. 

 

Comments are closed.