Während eines Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt fiel ein Baum auf ein Einsatzfahrzeug Foto: Feuerwehr Lokstedt

Stürmische Zeiten

Orkan fordert zahlreiche Feuerwehr-Einsätze in den Stadtteilen

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Was für ein Wochenende! Die Orkantiefs „Elon“ und „Felix“ hatten den gesamten Norden fest im Griff und ließen auch die Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren in Hamburg nicht zur Ruhe kommen.

 

Umgestürzte Bäume auf Schienen und Straßen brachten den Verkehr mancherorts zum Erliegen, so musste auf der Linie U2 die Strecke zwischen Christuskirche und Hagenbecks Tierpark kurzfristig gesperrt und ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden. „Anders als auf der Linie U1 zwischen Ochsenzoll und Ohlsdorf waren die Probleme auf der Linie U2 Gott sei Dank aber nur von kurzer Dauer“, sagte Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum.

In der Rettungsleitstelle der Hamburger Feuerwehr wurde am Freitag um 11 Uhr der „Ausnahmezustand“ ausgerufen, um dem erhöhten Einsatzaufkommen Herr werden zu können. Insgesamt 936 Mal mussten die Männer mit Unterstützung der 87 Freiwilligen Feuerwehren sowie des Technischen Hilfswerks am Freitag und Sonnabend ausrücken.

Die Freiwillige Feuerwehr Niendorf hatte im Stadtteil am Wochenende eine Vielzahl umgestürzter Bäume zu beseitigen
Foto: bf

Die Freiwillige Feuerwehr  Niendorf wurde zu insgesamt zehn wetterbedingten Einsätzen gerufen, 14  waren es für die Kameraden aus Lokstedt und neun in Schnelsen.

„Hauptsächlich ging es darum, Straßen, Häuser und Autos von umgestürzten Bäumen zu befreien, beziehungsweise diese bereits vor dem drohenden Fall zu sichern“, berichtete Peter Kleffmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lok-stedt. Eine Aufgabe, die die Feuerwehrmänner den Tag über immerhin mehr als zwölf Stunden in Atem hielt.

Besonders dramatische Szenen spielten sich am Freitag auf dem Niendorfer Tibarg ab. Gegen 16 Uhr riss der Sturm dort einen großen Teil der Leuchtreklame einer Apotheke ab und schleuderte es in das etwa 25 Meter entfernt stehende U- Bahn-Zeichen. Dabei gingen beide Plastiktafeln zu Bruch und ein Splitterhagel fegte über den Tibarg. Verletzt wurde niemand, die Freiwillige Feuerwehr Langenhorn sicherte die losen Teile, die Splitter sowie die Elektrik des U-Bahn-Schilds, da die Niendorfer Feuerwehr bereits an anderer Stelle im Einsatz war.

Auf einem Firmengelände an der Güterumgehungsbahn kam die Freiwillige Feuerwehr Lokstedt kurzzeitig in Bedrängnis, als sie, ebenfalls am vergangenen Freitag, einen umgestürzten Baum beseitigte. „Noch während der Einsatz lief, fielen zwei weitere Bäume in unmittelbarer Nähe und beschädigten eines unserer Fahrzeuge, das daraufhin außer Dienst gestellt werden musste“, so Kleffmann.

Da vier weitere Bäume umzuknicken drohten, sperrte die Feuerwehr das gesamte Firmengelände kurzerhand ab und bescherte den Angestellten so einen frühen Feierabend. cs

 

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