Vielfach engagiert: Hannes Lübbermann verabschiedet sich als Leiter des Hauses der Jugend in den Ruhestand, bleibt aber im Vorstand des Niendorfer Jugendforums weiter aktiv Foto: moe

Hannes Lübbermann sagt „Tschüs“

Der Leiter des Hauses der Jugend Niendorf verabschiedet sich nach 35 Jahren am Sonnabend in den Ruhestand

Archiv| Views: 179

 

Rund sechs Jahre wollte er bei Antritt im Jahr 1980 das Niendorfer Haus der Jugend (HdJ) leiten. Letztlich wurden es rekordverdächtige 35 Jahre. Jetzt verabschiedet sich Hannes Lübbermann in den Ruhestand.

Eine Ära geht mit seinem Weggang zu Ende. „Seit über drei Jahrzehnten verbindet jeder, der hier aufgewachsen ist, das Haus der Jugend mit dem Namen Lübbermann“, so Mitarbeiterin Judith Schemmel. Sie und Kollege Jené Halabi schätzen den HdJ-Leiter „für seinen besonderen Blickwinkel, seine Kompetenz, Aufgeschlossenheit, Erfahrung und sein Kommunikationstalent.“ Er habe immer einen lustigen Spruch parat. „Und obwohl er unser Chef ist, sind Hierarchien bei der täglichen Arbeit für ihn undenkbar“, so die beiden.

In seinen 35 Jahren hat der Sozialpädagoge mit und im Haus der Jugend viel bewirkt. So öffnete er das Haus mit seinem Team für den ganzen Stadtteil zur Mitnutzung. Nach dem Ende der Diskozeiten in den 80er Jahren und der baulichen Vergrößerung des Haus wurde ein vielfältiges Gruppenprogramm geformt. Und als einer der ersten in Hamburg bot er im Niendorfer Jugendhaus neben der Mädchen- auch Jungenarbeit an. Als sich der Ganztagsbetrieb in den Schulen ankündigte, reagierte Hannes Lübbermann früh, suchte schulische Kooperationen.

Nun verabschiedet er sich mit seinem 63. Geburtstag in den Ruhestand, feiert mit geladenen Wegbegleitern am 17. Februar Abschied. „Ich freue mich auf das Kommende und auch auf einen völlig neuen Tagesablauf.“ Denn bisher bestimmten die Öffnungszeiten bis 22 Uhr seinen Alltag. Sorge bereitet dem langjährigen Leiter allerdings die Entwicklung des Hauses. Denn seine Stelle wird vorerst nicht neu besetzt – damit sind jetzt nur noch eine Mitarbeiterin in Voll- und einer in Teilzeit vor Ort. „Das ist eine denkbar ungünstige und kritische Personalsituation. Wenn dann noch Urlaub und Krankheit dazukommen, gibt es ein handfestes Problem“, so Lübbermann. Schon jetzt machen sich die Auswirkungen des Engpasses bemerkbar, wird das Haus abends früher schließen müssen – was bisher nie nötig war. Deshalb Hannes Lübbermanns Appell: „Ich wünsche mir, dass die Entscheidungsträger an allen Schrauben drehen, um eine Neubesetzung schneller zu ermöglichen. Denn der momentane Zustand tut auch dem Stadtteil nicht gut.“ moe

 

Comments are closed.