Rückenfitness steht am Freitagvormittag auf dem Programm und seit Oktober auch ein Entspannungskurs Foto: bk

Finanzierung des „Gym Schnelsen“ gesichert

Der erfolgreiche Sportraum im Graf-Johann-Weg kann auch in 2015 weiterarbeiten

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Große Freude im Graf-Johann-Weg: die Finanzierung für den Sportraum „Gym Schnelsen“ steht.

 

Für 2015 gibt es wieder Gelder aus dem „Quartiersfonds bezirkliche Stadtteilarbeit“. Liv Baark vom Betreiber SV Eidelstedt: „Es müssen lediglich ein Finanzplan mit den zu erwartenden Kosten für das Jahr 2015 sowie ein paar andere kleine Formalitäten eingereicht werden.“

Ähnlich wird es danach für 2016 aussehen, beim „Gym Schnelsen“, einem niedrigschwelligen Sportangebot in einem ehemaligen Supermarkt in Schnelsen-Süd. Und niedrigschwellig heißt: Eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich. Liv Baark: „Wer zu einer Sportstunde kommt, wirft einen Euro in ein Sparschwein. Kinder bezahlen gar nichts.“

Der Sportraum im Graf-Johann-Weg 40 ist mit seinem vielfältigen Angebot ein weiterer wichtiger Baustein in der Quartiersentwicklung, die die Lawaetz-Stiftung im Auftrag von Bezirk und Saga-GWG betreibt. Im abwechslungsreichen und wachsenden Programm wird von Mama-Baby-Kursen und Eltern-Kind- Turnen über HipHop und Jazzdance bis hin zu „Muscle Fit“, Seniorengymnastik und speziellen Frauen- Gruppen einiges geboten. bk


Info:
www.sve-hamburg.de, Tel. 570 007-21

Sport hilft auch zur Prävention von Fremdenfeindlichkeit

Zum „Gym Schnelsen“ befragte Wochenblatt-Redakteur Bernhard Koch Liv Baark vom SV Eidelstedt.

 

Niendorfer Wochenblatt: Gibt es noch Personengruppen, die Sie (noch) nicht so gut erreichen?

Liv Baark: Die Mädchen und Frauen aus Schnelsen-Süd sind offen für neue Angebote und sehr motiviert. Die Jungen und Männer sind jedoch nur schwer zu begeistern. Daher haben wir den Kurs „Muscle-Fit“ im Programm, wo Trainer Alex alle männlichen Besucher ab 16 Jahren ordentlich ins Schwitzen bringt.

 

NW: Wie funktioniert das Miteinander von Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturen, und worauf muss besonders Rücksicht genommen werden?

Baark: Beim Sport sind alle Menschen gleich, unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund. Für unsere Übungsleiter ist die sprachliche Kommunikation oftmals eine große Herausforderung, die sie aber gern annehmen. Alle Fenster sind mit Milchglasfolie beklebt oder lassen sich mit Vorhängen verdunkeln. Bei Bedarf können die Gruppen also ganz unter sich bleiben.

 

Liv Baark vom SV Eidelstedt freut sich über die gute Akzeptanz in Schnelsen-Süd Foto: bk

NW: Welche positiven Auswirkungen sehen Sie durch das Gym Schnelsen?

Baark: Über das Medium Sport wird im GYM ein wichtiger Beitrag zum friedlichen Miteinander und zur Prävention von Extremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit geschaffen. Für den Sozialraum Schnelsen-Süd ist dies ein wesentlicher Baustein, um ein gesundheitsförderndes Verhalten bei den Anwohnern zu entwickeln und zu festigen. So kam eine ältere Teilnehmerin zu mir und sagte: „Seit ich den Rückenkurs im Gym besuche, geht es mir so gut. Meine Schmerzen sind weg und ich habe neue Freundinnen gefunden!“ Für uns als Betreiber des Gym war dies die schönste Rückmeldung und Bestätigung unserer Arbeit. Interview: Bernhard Koch

 

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