Die Mutzenbecher Villa soll drei Jahre lang umgebaut werden. Foto: mf

Lernort Mutzenbecher Villa

In Niendorf wurde Hamburgs erstes TheoPrax-Zentrum gegründet

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Projektarbeit in Teams statt Frontalunterricht lautet das Motto der TheoPrax-Kommunikationszentren. Ein Konzept, das zu den Plänen für den Umbau der Mutzenbecher Villa passt. Am 12. Dezember wurde Hamburgs erstes Zentrum in der Stadtteilschule Niendorf gegründet.

 

Die 1910 von Albingia-Gründer Hermann Mutzenbecher erbaute Villa im Niendorfer Gehege soll von dem Verein Werte erleben, Schülern der Stadtteilschule Niendorf und Studierenden der HafenCity Universität gemeinsam restauriert werden. Für diesen praxisorientierten Ansatz wurde das Projekt bereits im November mit  einem Sonderpreis der TheoPrax-Stiftung der Fraunhofer Gesellschaft ausgezeichnet. Am 12. Dezember unterzeichneten die Stadtteilschule Niendorf,  Werte erleben und die Fraunhofer Gesellschaft in der Stadtteilschule feierlich den Vertrag für Hamburgs erstes TheoPrax-Zentrum. TheoPrax wurde 1996 gegründet mit dem Ziel, dass Schüler selber Erfahrungen sammeln und so die Motivation zum Lernen steigern sollen. Bei Schulleiter Ingo Kangarlou und seinen Schülern fällt dieses Konzept auf fruchtbaren Boden, wie die jungen Sängerinnen des Musik-Profils bei dem Festakt eindrucksvoll bewiesen.

Bei der Vertragsunterzeichnung Gerd Knop (Verein Werte erleben), Dörthe Krause (Fraunhofer Gesellschaft) und Schulleiter Ingo Kangarlou (v.li.n.re.). Foto: mf

Der Umbau der Mutzenbecher Villa als Bildungsstätte und offenes Haus mit Café ist auf drei Jahre angelegt und sollte eigentlich schon begonnen haben: „Wir stehen in den Startlöchern und wollen im ersten Abschnitt mit der Terrasse, Balkon und Vorderfront beginnen“, so Andreas Reichel von Werte erleben. Allein die Verhandlungen mit der Finanzbehörde ziehen sich noch hin. Ein runder Tisch mit Michael Sachs, Staatsrat für den Bereich Stadtentwicklung, soll im Januar zu grünem Licht führen, hofft Reichel.  Dann können Niendorfer Schüler ihre in der Holzwerkstatt erworbenen Kenntnisse praktisch in der Restaurierung der Villa umsetzen. Unterstützung gab es auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Lotto Hamburg Glücksspirale, die am 12. Dezember einen Scheck in Höhe von 30 000 Euro zur Förderung der Renovierung überreichte (mehr dazu auch  auf Seite 2).   mf

 

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