Inforunde (v. li.) Dr. Hendrik Schulte und Thomas Laib-Wegener von ViaSolutions Nord, Moderatorin Stefanie Dreyer, A7-Koordinator Gerhard Fuchs und Thomas Schröder, Ingenieur bei DEGES Foto: löv

A7-Deckel: Hauptbauphase startet Januar – auch per App

ViaSolutions Nord stellt Planungsdetails auf Infoveranstaltung vor

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Rund 350 Besucher waren zur jüngsten A7-Infoveranstaltung in die MesseHalle Schnelsen gekommen, um Neuigkeiten über die einzelnen Bauabschnitte und den zeitlichen Ablauf zu erfahren.

 

Konkrete Termine, wann es im Schnelsener Bereich zu Straßen- und Rampensperrungen kommt oder wann genau die Brücken Heidloh- und Frohmestraße abgerissen werden, gab es jedoch (noch) nicht.

„Wir planen erst und bauen dann“, schmunzelte Thomas Laib-Wegener, Geschäftsführer der ViaSolutions Nord, mit Blick auf andere große Verkehrsprojekte, denen man eine umgekehrte Reihenfolge nachsagt. Die Projektgesellschaft hat im Sommer den Zuschlag für den Ausbau der A7 vom Bordesholmer Dreieck bis südlich des Autobahndreiecks Hamburg-Nordwest erhalten. Die Realisierung der in acht Bauabschnitte aufgeteilten 65 km langen Ausbaustrecke erfolgt wie berichtet als ÖPP-Projekt im Rahmen eines sogenannten Verfügbarkeitsmodells, bei dem der Auftragnehmer Planungs-, Bau-, Betriebs- und Erhaltungsleistungen über einen Zeitraum von 30 Jahren übernimmt. Als Gegenleistung erhält er eine leistungsabhängige Vergütung – je nach zeitlicher Verfügbarkeit der Strecke und Ausführungsqualität bei Erhalt und Betrieb.

An Stellwänden konnten sich die Besucher über Details wie die Standorte von Lärmschutzwänden informieren Foto: löv

Fertigstellung 2018

„Für uns ist das ein massiver Anreiz, um zügig, gut und im Rahmen der finanziellen Planungen zu arbeiten“, sagte der Technische Projektleiter Dr. Hendrik Schulte. Bis Dezember 2018 soll die gesamte Ausbaustrecke einschließlich Schnelsener Lärmschutzdeckel fertiggestellt sein. Obwohl der Schnelsener Bereich nur einen Bruchteil der Gesamtlänge ausmacht, fallen hier rund 20 Prozent der Baukosten an. Los geht es ab Januar mit vorbereitenden Arbeiten wie Vermessungen, zusätzlichen Rodungen und weiteren baulichen Veränderungen der Kreuzungen im nachgeordneten Netz, um den erhöhten Verkehrsfluss während des Ausbaus besser bewältigen zu können.

Gearbeitet wird in einer verlängerten Tagschicht. Über sämtliche zur Verfügung stehenden Infokanäle soll die Bevölkerung rechtzeitig über Sperrungen, Umleitungen oder sonstige Beeinträchtigungen informiert werden.  Verkehrs- Koordinator Gerhard Fuchs kündigte an, dass voraussichtlich Ende des Monats eine A7-App freigeschaltet wird, die Verkehrsteilnehmer vor einer Fahrt die Möglichkeit geben soll, sich einen Überblick über Baustellensituation und Verkehrslage zu verschaffen. Dennoch empfahl er, während der Bauphase nach Möglichkeit andere Wege, andere Zeiten und andere Verkehrsmittel zu nutzen. löv

 

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