Im Gespräch Unternehmer Thomas Effenberger (re., Effenberger Vollkornbäckerei) schilderte im Beisein von Jens-Uwe Kießling (Handelskammer) und Moderator Ulrich Brehmer (li.) seine Erfahrungen mit der Elektromobilität Fotos: cd

Wirtschaft und Mobilität

Wirtschaftskonferenz zum Thema Verkehr

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Welche Anforderungen stellen Eimsbütteler Unternehmen  an den Verkehr? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Diskussion auf der 9. Wirtschaftskonferenz Eimsbüttel zum Thema Mobilität.

 

Die Belange der mittelständischen Wirtschaft nach Erreichbarkeit und Verlässlichkeit seien wichtige Faktoren, die bei jeder Planung Berücksichtigung finden müssten, betonte Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), in seiner Rede vor den über 100 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Dass aber genau diese Punkte bei der Planung des A7-Ausbaus nicht berücksichtigt wurden, kritisierte Steffi Kranawetter, Geschäftsführerin der Messehallen Hamburg-Schnelsen, aufs Schärfste.

Keine Sperrung

Als Veranstalter zahlreicher Fachmessen sind die Messehallen wie auch viele andere Schnelsener Unternehmen, darunter das Modecentrum, das Hotel Park Inn und Ikea, auf die gute Autobahnanbindung angewiesen. „Wenn dieser Pluspunkt durch den vierjährigen Ausbau der A7 wegfällt, sind wir am Ende. 4000 Arbeitsplätze sind gefährdet“, so Kranawetter. Neben Informationen zu anstehenden Baumaßnahmen schon drei bis vier Monate im Voraus forderte sie keine Sperrung der Anschlussstellen in Schnelsen an verkaufsoffenen Sonntagen und zu großen Veranstaltungen.

Parkplatz-Probleme

Sehr kritisch äußerte sich Steffi Kranawetter (Messe Schnelsen), dass die Bedenken Schnelsener Unternehmen hinsichtlich des A7-Ausbaus nicht ernst genommen werden

Deutlich positiver blickte Thomas Struck vom Leihhaus Werdier an der Osterstraße in die Zukunft. Der geplante Umbau der Eimsbütteler Einkaufsstraße führe zu einer verbesserten Situation vor Ort, lautete Strucks Fazit. Als Kritikpunkt nannte er die eingeschränkten Park- und Anlieferungsmöglichkeiten. Sein Lösungsansatz:  „Parkraum muss von Anwohnern bezahlt werden.“

Mit Blick auf zukunftsfähige Verkehrskonzepte wurde zudem die Notwendigkeit von Quartiersgaragen, die Verlagerung der Radwege auf die Fahrbahnen und die  Elektromobilität diskutiert. cd

 

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