Leitet in der Wiederbelebung an Jon Pauli mit Friedrich Völker und Zola Sabrowsky (v.li.). Foto: mf

Jung lehrt Jung ausgezeichnet

Hamburger Bildungspreis für das Corvey Gymnasium in Lokstedt

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„Jugendliche können Kindern viele Dinge besser beibringen, weil ihr Alter näher an unserem ist“, findet Friedrich Völker. Bei dem Konzept „Jung lehrt Jung“ werden der Siebtklässler und seine Mitschüler am Gesundheitstag des Corvey Gymnasiums den ganzen Vormittag von Oberstufenschülern unterrichtet.

 

Dafür wurde das Gymnasium am 20. November mit dem Hamburger Bildungspreis von Haspa und Hamburger Abendblatt ausgezeichnet. Auf dem Stundenplan des Gesundheitstages stehen ein gesundes Frühstück, Bewegung, die Gefahren von Alkohol und Nikotin, Reanimation im Notfall,  der Umgang mit Handys und Entspannungsübungen. Erarbeitet haben sich das Wissen rund um die Gesundheit die Oberstufenschüler. Einen ganzen Vormittag lang geben sie an die Klassen fünf bis acht weiter, was sie gelernt haben. Das kommt auf beiden Seiten gut an: „Die Jüngeren hängen förmlich an den Lippen der Älteren. Da kann man als Lehrer fast neidisch werden“,  sagt Hans Fischer, der an der Schule für die Gesundheitsförderung zuständig ist. Unterricht von den Großen für die Jüngeren gibt es an der Schule in kleinen Einheiten schon seit fünf Jahren.

Herzmassage mit Musik

„Es ist aufregend, anderen Schülern etwas mitzuteilen“, findet Jon Pauli (16). Im Takt von „Staying Alive“ der Bee Gees zeigt er seinen jüngeren Mitschülern anhand einer Puppe, wie man einen Menschen wiederbelebt und wie man sich im Notfall verhalten sollte. Mit 100 Schlägen pro Minute gibt der Song den Rhythmus perfekt vor.  Nele Höllmann (13) wertet ein paar Klassenräume weiter mit einem Messgerät die Strahlungen aus, die das Handy von Carlotta Steudten (16) aussendet. Dabei finden die Schülerinnen heraus, dass das Handy im ausgeschalteten Zustand eine geringe Grundstrahlung hat. „Wenn eine WhatsApp oder ein Anruf kommen, verändert sich die Strahlung. Bei der Nutzung wird sie höher“, haben sie beobachtet. Lehrer Fischer ist mit dem Gesundheitstag zufrieden: „Pro Jahr sollte ein Vormittag nur von Schülern gestaltet werden“, resümiert er. Dabei können auch die Großen vom Präsentieren über das Organisieren bis zu pädagogischen Fähigkeiten viel lernen.   mf

 

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